FFMI-Rechner
GesundheitGeben Sie Gewicht, Körpergröße und Körperfettanteil ein. Der Rechner zeigt den FFMI, den auf 1,80 m normierten Wert, die fettfreie Masse und die Fettmasse. Das ist eine Orientierung, kein Urteil über Ihre Gesundheit.
Rechenweg
FFMI = 68 kg / (180 / 100)² = 21,0
- Fettmasse: 80 kg mal 15 % sind 12 kg. Die fettfreie Masse beträgt 68 kg.
- Fettfreie Masse durch das Quadrat der Größe in Metern: 68 / (180 / 100)² = 21,0.
- Normiert auf 1,80 m: FFMI + 6,3 · (1,8 − Größe in m) = 21,0.
Sobald alle Eingaben gültig sind, sehen Sie hier jeden Rechenschritt.
Formel
- FFM
- fettfreie Masse in Kilogramm
- KFA
- Körperfettanteil in Prozent des Körpergewichts
- Größe
- Körpergröße in Metern, also 180 cm als 1,80
- FMI
- Fettmasseindex: die Fettmasse in Kilogramm geteilt durch die Größe zum Quadrat
So funktioniert der Rechner
Der FFMI (Fat-Free Mass Index, fettfreier Masseindex) setzt die fettfreie Masse ins Verhältnis zur Körpergröße: FFMI = fettfreie Masse in kg / (Größe in m)². Die fettfreie Masse ist alles am Körper außer dem Fett, vor allem Muskeln, Knochen, Organe und Wasser. Sie ergibt sich aus dem Körpergewicht abzüglich der Fettmasse, also Gewicht · (1 − Körperfettanteil). Anders als der BMI trennt der FFMI damit Muskeln und Fett, braucht dafür aber einen Körperfettanteil, der selbst nur gemessen oder geschätzt ist.
Der normierte FFMI rechnet den Wert auf eine Körpergröße von 1,80 m um: FFMI + 6,3 · (1,8 − Größe in m). Das ist die Korrektur von Kouri et al. (1995), damit der Wert nicht nur deshalb steigt, weil jemand größer ist. Diese Studie fand bei 74 Athleten, die keine Anabolika verwendet hatten, normierte Werte bis 25,0; bei vielen Anwendern lagen sie darüber. Der Rechner nennt deshalb auch die fettfreie Masse, bei der Ihr normierter FFMI genau 25 erreichen würde. Das ist ein statistischer Befund an einer kleinen Stichprobe, kein Beweis für oder gegen Doping.
Zur Einordnung: In einer Studie an 5.635 gesunden Erwachsenen in der Schweiz lag der Median des FFMI junger Männer (18 bis 34 Jahre) bei 18,9 kg/m², der junger Frauen bei 15,4 kg/m² (Schutz et al., 2002). Ihr eigener Wert hängt von Geschlecht, Alter und Training ab. Der Rechner nennt außerdem den Fettmasseindex (FMI), die Fettmasse geteilt durch das Quadrat der Größe; sein Median lag in derselben Studie bei 4,0 bei Männern und 5,5 bei Frauen. Den Körperfettanteil schätzt der KFA-Rechner, den BMI berechnet der BMI-Rechner.
Zur Formel
Zuerst zieht der Rechner die Fettmasse (Gewicht mal Körperfettanteil) vom Gewicht ab. Die fettfreie Masse wird durch das Quadrat der Größe in Metern geteilt, das ergibt den FFMI. Bei genau 1,80 m ist die Korrektur 6,3 · (1,8 − 1,8) gleich null, der normierte Wert deckt sich dann mit dem FFMI. Wer größer ist, bekommt einen kleineren normierten Wert, wer kleiner ist, einen größeren.
Ein Teil der Quellen verwendet 6,1 statt 6,3 als Faktor; bei 2,00 m macht das 0,04 aus. Die fettfreie Masse bei einem normierten FFMI von 25 folgt durch Umstellen: (25 − 6,3 · (1,8 − Größe)) · Größe². Alle Werte werden auf eine Nachkommastelle angezeigt, gerechnet wird ungerundet.
Rechenbeispiel
Welchen FFMI hat ein Mann mit 80 kg, 180 cm und 15 % Körperfett?
- 80 kg mal 15 % sind 12 kg Fett, die fettfreie Masse beträgt also 68 kg.
- Die Größe in Metern ist 1,80, zum Quadrat 3,24. FFMI = 68 / 3,24 = 21,0.
- Bei genau 1,80 m entfällt die Korrektur 6,3 · (1,8 − 1,8) = 0, der normierte FFMI ist ebenfalls 21,0. Der Fettmasseindex beträgt 3,7.
Bei 80 kg, 180 cm und 15 % Körperfett beträgt Ihr FFMI 21,0, normiert auf 1,80 m 21,0. Die fettfreie Masse liegt bei 68 kg, die Fettmasse bei 12 kg.
Beispiel in den Rechner übernehmenHäufige Fragen
Wie berechne ich den FFMI?
Der FFMI ist die fettfreie Masse in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Die fettfreie Masse ist das Körpergewicht abzüglich der Fettmasse: 80 kg bei 15 % Körperfett ergeben 68 kg. Geteilt durch 1,8² = 3,24 ergibt das einen FFMI von 21,0. Im Rechner tragen Sie Gewicht, Größe und Körperfettanteil ein.
Was ist ein guter FFMI?
Eine feste Einteilung in gut oder schlecht gibt es nicht, der FFMI beschreibt, wie viel fettfreie Masse im Verhältnis zur Größe vorhanden ist. Als Orientierung: In einer Studie an 5.635 Erwachsenen lag der Median junger Männer bei 18,9 und der junger Frauen bei 15,4 kg/m². Regelmäßiges Krafttraining hebt den Wert; bei Athleten ohne Anabolika lagen normierte Werte in einer Studie bis 25,0.
Welcher FFMI ist gut, bei Männern und bei Frauen?
Frauen haben von Natur aus weniger fettfreie Masse im Verhältnis zur Größe, deshalb liegen ihre Werte niedriger: Der Median junger Frauen lag bei 15,4, der junger Männer bei 18,9. Eine feste Grenze für gut gibt es nicht. Wer die eigene Entwicklung verfolgen will, vergleicht Werte derselben Person und derselben Messmethode über die Zeit.
Warum wird der FFMI auf 1,8 Meter normiert?
Weil die fettfreie Masse mit der Körpergröße stärker zunimmt als das Quadrat der Größe, fällt der FFMI bei gleichem Körperbau mit steigender Größe höher aus. Kouri et al. (1995) korrigieren das mit 6,3 · (1,80 m − Größe) und beziehen die Werte auf einen 1,80 m großen Mann, damit Menschen unterschiedlicher Größe vergleichbar sind. Manche Quellen nutzen 6,1 statt 6,3.
Bedeutet ein hoher FFMI, dass jemand Steroide nimmt?
Nein. Ein normierter FFMI über 25 ist nur ein statistischer Hinweis, kein Beweis. Kouri et al. (1995) fanden bei 74 Athleten ohne Anabolika Werte bis 25,0, bei vielen Anwendern höhere, einzelne über 30. Die Autoren nannten ihre Ergebnisse vorläufig. Auch ein ungenau gemessener Körperfettanteil oder besondere Veranlagung kann zu hohen Werten führen.
Welchen Körperfettanteil sollte ich eingeben?
Geben Sie den Wert ein, den Sie gemessen haben, etwa mit DXA, Caliper oder Körperfettwaage. Die Methoden weichen oft um mehrere Prozentpunkte voneinander ab, und das verschiebt den FFMI direkt: Bei 80 kg und 180 cm ändern 5 Prozentpunkte Körperfett den Wert um 1,2. Eine erste Schätzung aus Körpermaßen liefert der KFA-Rechner.
Worin unterscheidet sich der fettfreie Masseindex vom BMI?
Der BMI ist das Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Größe in Metern und kann Muskeln nicht von Fett trennen. Der FFMI zieht das Fett vorher ab und beschreibt so die fettfreie Masse im Verhältnis zur Größe. Dafür braucht er den Körperfettanteil, der selbst nur eine Messung oder Schätzung ist. Den BMI berechnet der BMI-Rechner.
Warum ist der FFMI bei Sportlern aussagekräftiger als der BMI?
Weil der BMI nur Gewicht und Größe kennt, nicht die Zusammensetzung. Ein Kraftsportler mit 90 kg bei 1,80 m hat einen BMI von 27,8 und gilt nach der WHO (ab BMI 25) als übergewichtig; bei 12 % Körperfett liegt seine fettfreie Masse bei 79,2 kg und sein FFMI bei 24,4. Der FFMI macht sichtbar, dass sein hohes Gewicht vor allem aus fettfreier Masse besteht.
- Fat-free mass index in users and nonusers of anabolic-androgenic steroids (Kouri et al., 1995) (Clinical Journal of Sport Medicine, PubMed)
- Fat-free mass index and fat mass index percentiles in Caucasians aged 18-98 y (Schutz et al., 2002) (International Journal of Obesity, PubMed)
- Nutrition for a healthy life: WHO recommendations (BMI-Klassifikation) (Weltgesundheitsorganisation (WHO))
- Körperfettanteil (Wikipedia)