Margenrechner: Marge, Aufschlag und Handelsspanne berechnen
FinanzenWählen Sie, was Sie wissen: die beiden Preise, den Aufschlag, die Handelsspanne oder den Kalkulationsfaktor. Der Rechner nennt den Verkaufspreis, die Marge in Euro, Aufschlag und Handelsspanne in Prozent und den Preis mit Umsatzsteuer.
Rechenweg
100 − 60 = 40,00 €
- Verkaufspreis netto: 100,00 €. Ein Bruttopreis wird zuerst durch 1 + 19 / 100 geteilt, um den Nettopreis zu erhalten.
- Marge: 100 − 60 = 40,00 €.
- Aufschlag: 40 / 60 · 100 = 66,67 %.
- Handelsspanne: 40 / 100 · 100 = 40 %.
- Kalkulationsfaktor netto: 100 / 60 = 1,667. Mit 19 % Umsatzsteuer kostet der Artikel 119,00 €, der Faktor zum Bruttopreis ist 1,983.
Sobald alle Eingaben gültig sind, sehen Sie hier jeden Rechenschritt.
Formel
- Einkaufspreis
- Einkaufs- oder Einstandspreis einer Einheit ohne Umsatzsteuer
- Verkaufspreis netto
- Preis ohne Umsatzsteuer, zu dem Sie die Einheit verkaufen
- Aufschlag
- Marge im Verhältnis zum Einkaufspreis, in Prozent (Kalkulationszuschlag)
- Handelsspanne
- Marge im Verhältnis zum Netto-Verkaufspreis, in Prozent, immer unter 100 %
- Umsatzsteuersatz
- Steuersatz in Prozent, in Deutschland 19 oder ermäßigt 7
- Faktor brutto
- Bruttopreis geteilt durch den Einkaufspreis: enthält anders als der Kalkulationsfaktor die Umsatzsteuer
So funktioniert der Rechner
Die Marge ist im Handel der Rohertrag: der Netto-Verkaufspreis minus der Einkaufs- oder Einstandspreis. Der Einstandspreis ist der Einkaufspreis nach Preisnachlässen plus Bezugskosten wie Fracht. Als Prozentzahl nennt man die Marge meist Handelsspanne: Sie setzt die Differenz ins Verhältnis zum Netto-Verkaufspreis. Der Rohertrag muss die Handlungskosten, Warenverluste und den Gewinn decken; er ist deshalb nicht der Gewinn. Weder die Vorsteuer des Einkaufs noch die Umsatzsteuer des Verkaufs gehen in die Rechnung ein, es gelten die Netto-Preise.
Zwei Prozentzahlen sind im Umlauf, und man muss immer sagen, welche gemeint ist. Der Aufschlag (Kalkulationszuschlag) bezieht die Marge auf den Einkaufspreis, die Handelsspanne auf den Verkaufspreis. Bei 60 € Einkauf und 100 € Verkauf netto sind die 40 € Marge ein Aufschlag von 66,67 % und eine Handelsspanne von 40 %. Der Kalkulationsfaktor ist der Netto-Verkaufspreis geteilt durch den Einkaufspreis, hier 1,667. Je nach Auswahl geht der Rechner von den beiden Preisen oder von einem Aufschlag, einer Handelsspanne oder einem Faktor aus und ermittelt den Verkaufspreis.
Rechnen Sie immer netto: Die Umsatzsteuer, die Sie in Rechnung stellen, führen Sie ans Finanzamt ab, sie erhöht Ihre Marge nicht. Kennen Sie nur den Bruttopreis, wählen Sie „brutto“; der Rechner teilt dann durch 1 plus den Steuersatz (in Deutschland 19 % oder ermäßigt 7 %) und rechnet netto weiter. Er zeigt auch den Preis mit Umsatzsteuer und den Faktor vom Einkaufspreis zum Bruttopreis. Nur die Umsatzsteuer hinzuzurechnen oder herauszurechnen übernimmt der Mehrwertsteuerrechner, Prozentwerte allgemein der Prozentrechner.
Zur Formel
Die drei Kennzahlen beschreiben dasselbe aus drei Blickwinkeln. Ein Faktor von 2 entspricht einem Aufschlag von 100 % und einer Handelsspanne von 50 %. Umrechnen lässt sich so: Faktor = 1 + Aufschlag und Handelsspanne = Aufschlag / (1 + Aufschlag). Die Handelsspanne bleibt immer unter 100 %, der Aufschlag hat keine Obergrenze. Einige Paare: 25 % Aufschlag sind 20 % Handelsspanne (Faktor 1,25), 50 % sind 33,33 % (1,5), 100 % sind 50 % (2) und 150 % sind 60 % (2,5).
Der Rechner rundet nicht zwischendurch: Er rechnet mit den genauen Werten und rundet nur die Anzeige, bei Beträgen und Prozentwerten auf zwei Nachkommastellen. Im Modus „Preise“ ist auch ein Verkaufspreis unter dem Einkaufspreis erlaubt: Dann ist die Marge negativ, der Faktor liegt unter 1.
Rechenbeispiel
Ein Artikel kostet im Einkauf 60,00 € netto und wird für 100,00 € netto verkauft: Wie hoch ist die Marge?
- Marge: 100 − 60 = 40,00 €.
- Aufschlag: 40 / 60 · 100 = 66,67 %, denn die Marge wird auf den Einkaufspreis bezogen.
- Handelsspanne: 40 / 100 · 100 = 40 %, denn die Marge wird auf den Verkaufspreis bezogen.
- Kalkulationsfaktor netto: 100 / 60 = 1,667. Mit 19 % Umsatzsteuer zahlt der Kunde 119,00 €, der Faktor zum Bruttopreis ist 1,983.
Bei einem Einkaufspreis von 60,00 € und einem Verkaufspreis von 100,00 € netto beträgt die Marge 40,00 €: ein Aufschlag von 66,67 % auf den Einkaufspreis und eine Handelsspanne von 40 % des Verkaufspreises.
Beispiel in den Rechner übernehmenHäufige Fragen
Wie berechnet man die Marge in Prozent?
Ziehen Sie den Einkaufspreis vom Verkaufspreis ab, beide netto, und teilen Sie durch den Verkaufspreis: (100 − 60) / 100 · 100 = 40 %. Das ist die Handelsspanne. Teilen Sie stattdessen durch den Einkaufspreis, erhalten Sie den Aufschlag (Kalkulationszuschlag): 40 / 60 = 66,67 %. Der Rechner zeigt beide Werte und den Kalkulationsfaktor 1,667.
Ist Gewinn gleich Marge?
Nein. Die Marge, im Handel die Handelsspanne, ist der Rohertrag aus Verkaufspreis minus Einstandspreis. Er muss noch die Handlungskosten und Warenverluste decken, erst danach bleibt der Gewinn. Gewinne lassen sich im Handel nur für das ganze Unternehmen ermitteln, nicht für einzelne Artikel. Bei 100 € Umsatz und 60 € Wareneinsatz sind 40 € Rohertrag; der Gewinn ist kleiner.
Wie viel Prozent Marge ist üblich?
Einen allgemeingültigen Wert gibt es nicht: Die übliche Handelsspanne hängt von Branche, Kosten und Wettbewerb ab. Entscheidend ist, dass der Rohertrag Ihre Handlungskosten deckt und Gewinn übrig lässt. Rechnen Sie deshalb von Ihren Kosten aus und prüfen Sie den Preis am Markt. Zur Orientierung: 20 % Handelsspanne verlangen 25 % Aufschlag, 30 % verlangen 42,86 %, 50 % verlangen 100 %.
Wie viel Prozent Aufschlag auf den Einkaufspreis?
Das richtet sich nach der Handelsspanne, die Sie brauchen. Aufschlag = Handelsspanne / (1 − Handelsspanne): 20 % Handelsspanne verlangen 25 % Aufschlag, 25 % verlangen 33,33 %, 40 % verlangen 66,67 %. Umgekehrt ist die Handelsspanne = Aufschlag / (1 + Aufschlag): 50 % Aufschlag ergeben 33,33 % Handelsspanne. Wählen Sie im Rechner „Aufschlag“ oder „Handelsspanne“ und lesen Sie den Verkaufspreis ab.
Aufschlag oder Marge: Welche Methode ist besser?
Keine ist besser, sie haben nur verschiedene Bezugsgrößen: Der Aufschlag bezieht sich auf den Einkaufspreis, die Handelsspanne auf den Verkaufspreis. Aus dem Einkaufspreis bildet man den Verkaufspreis mit dem Aufschlag; im deutschen Lebensmitteleinzelhandel werden laut Wikipedia 95 % der Preise über Kalkulationszuschläge festgesetzt. Zum Vergleichen von Artikeln und Betrieben dient die Handelsspanne. Nennen Sie bei jeder Prozentzahl, worauf sie sich bezieht.
Wie rechne ich eine gewünschte Marge in einen Aufschlag um?
Aufschlag = Marge / (1 − Marge), mit der Marge als Anteil des Verkaufspreises. Für 40 % Marge sind das 0,4 / 0,6 = 66,67 % Aufschlag; der Verkaufspreis ist dann der Einkaufspreis mal 1,6667, zum Beispiel 60 € · 1,6667 = 100 €. Im Rechner wählen Sie „Handelsspanne“, tragen 40 ein und lesen den Aufschlag ab.
Ist die Marge dasselbe wie der Deckungsbeitrag?
Nein. Die Handelsspanne ist der Verkaufspreis minus der Einstandspreis. Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen den Erlösen und den variablen Kosten; er fällt kleiner aus als die Handelsspanne, wenn neben der Ware weitere variable Kosten anfallen, etwa Provisionen oder Verpackung. Im Handel ergibt er sich aus der Handelsspanne durch Abzug anteiliger Handlungskosten. Der Rechner zeigt die Handelsspanne.
Welche Zahl brauchen Sie wofür: Aufschlag, Handelsspanne oder Faktor?
Den Aufschlag brauchen Sie, wenn Sie aus dem Einkaufspreis einen Verkaufspreis bilden („Einkaufspreis plus 50 %“). Die Handelsspanne brauchen Sie, um zu sehen, wie viel von jedem Euro Umsatz als Rohertrag bleibt, und für den Vergleich von Artikeln und Betrieben. Der Kalkulationsfaktor ist die kürzeste Rechnung: Verkaufspreis = Einkaufspreis · Faktor.
Soll ich netto oder brutto rechnen?
Netto: In die Handelsspanne gehen weder die Vorsteuer noch die Umsatzsteuer ein, es gelten die Netto-Preise. Die Umsatzsteuer führen Sie ans Finanzamt ab, sie erhöht Ihre Marge nicht. Kennen Sie nur den Bruttopreis, wählen Sie „brutto“: Der Rechner teilt durch 1,19 (bei 19 %) und rechnet netto weiter. Im Einzelhandel wird mitunter der Bruttoverkaufspreis in die Zuschlagsformel eingesetzt; dann weichen die Prozentwerte ab.
Welchen Umsatzsteuersatz setze ich an?
In Deutschland beträgt die Umsatzsteuer für steuerpflichtige Umsätze 19 Prozent der Bemessungsgrundlage; für bestimmte Umsätze, etwa viele Lebensmittel und Bücher, gilt der ermäßigte Satz von 7 Prozent (§ 12 Absatz 1 und 2 UStG). Der Rechner startet mit 19 %; über die Schnellwahl stellen Sie 7 % oder 0 % ein.
Wie berechne ich den Verkaufspreis mit einem Aufschlag?
Verkaufspreis netto = Einkaufspreis · (1 + Aufschlag / 100). Bei 40 € Einkaufspreis und 75 % Aufschlag sind das 40 · 1,75 = 70 €, mit 19 % Umsatzsteuer 83,30 €. Der Kalkulationsfaktor ist hier 1,75, die Handelsspanne 42,86 %.
Was ist der Kalkulationsfaktor?
Der Kalkulationsfaktor ist der Netto-Verkaufspreis geteilt durch den Einkaufspreis. Faktor 2 verdoppelt den Einkaufspreis; das entspricht 100 % Aufschlag und 50 % Handelsspanne. Aufschlag = Faktor − 1, Handelsspanne = 1 − 1 / Faktor.
Kann die Marge negativ sein?
Ja, wenn Sie unter dem Einkaufspreis verkaufen, etwa im Ausverkauf: Bei 100 € Einkauf und 80 € netto Verkauf ist die Marge −20 €, der Faktor 0,8 und der Aufschlag −20 %. Der Rechner erlaubt diesen Fall im Modus „Preise“.
- Handelsspanne: Berechnung aus Einstandspreis und Netto-Verkaufspreis, Rohertrag, Aufschlagsspanne (Wikipedia)
- Einstandspreis: Einkaufspreis plus Bezugskosten, Kalkulationszuschlag und Handelsspanne (Wikipedia)
- Kalkulationszuschlag: prozentualer Aufschlag auf den Einstandspreis (Wikipedia)
- Deckungsbeitrag: Erlöse minus variable Kosten (Wikipedia)
- Umsatzsteuergesetz (UStG), § 12 Steuersätze: 19 Prozent und ermäßigt 7 Prozent (Bundesministerium der Justiz)