Mietrendite-Berechnung: Immobilien-Renditerechner
Haus & EnergieTragen Sie Kaufpreis und Kaltmiete ein, und der Rechner nennt die Bruttomietrendite und den Kaufpreisfaktor. Mit Kaufnebenkosten, laufenden Kosten und Mietausfall berechnet er auch die Nettomietrendite, vor Steuern und ohne Finanzierung.
Rechenweg
12.000 / 300.000 · 100 = 4,00 %
- Jahreskaltmiete: 1.000 · 12 = 12.000 €.
- Bruttomietrendite: 12.000 / 300.000 · 100 = 4,00 %. Der Kaufpreisfaktor ist 300.000 / 12.000 = 25,0.
- Gesamtinvestition: 300.000 + 30.000 Kaufnebenkosten = 330.000 €.
- Reinertrag: 12.000 − 240 Mietausfall − 1.200 laufende Kosten = 10.560 €.
- Nettomietrendite: 10.560 / 330.000 · 100 = 3,20 %.
Sobald alle Eingaben gültig sind, sehen Sie hier jeden Rechenschritt.
Formel
- Kaufpreis
- Kaufpreis der Immobilie ohne Kaufnebenkosten
- Jahreskaltmiete
- Nettokaltmiete von zwölf Monaten, ohne Betriebs- und Heizkosten
- Kaufnebenkosten
- Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler, in Prozent des Kaufpreises
- Mietausfall
- Leerstand und Zahlungsausfälle, in Prozent der Jahreskaltmiete
- nicht umlagefähige Kosten
- Kosten, die Sie als Eigentümer selbst tragen, für zwölf Monate: Verwaltung, Instandhaltung und Ähnliches
- Reinertrag
- Mietertrag pro Jahr nach Mietausfall und Kosten
- Gesamtinvestition
- Kaufpreis plus Kaufnebenkosten
So funktioniert der Rechner
Die Mietrendite ist die gängigste Kennzahl für die Immobilienrendite: Sie zeigt, wie viel Prozent des Kaufpreises eine vermietete Immobilie pro Jahr an Miete einbringt. Es gibt zwei gängige Werte. Die Bruttomietrendite setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis: Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis, mal 100. Sie ist schnell berechnet und eignet sich für den ersten Vergleich von Angeboten, berücksichtigt aber weder Kaufnebenkosten noch laufende Kosten.
Die Nettomietrendite zeigt, was nach den Kosten bleibt. Im Nenner stehen der Kaufpreis plus Kaufnebenkosten, im Zähler die Jahreskaltmiete abzüglich der Kosten, die Sie als Eigentümer selbst tragen. Die Immobilienwertermittlungsverordnung nennt sie Bewirtschaftungskosten: Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis und nicht umlagefähige Betriebskosten (§ 32 ImmoWertV). Umlagefähige Betriebskosten wie die Grundsteuer zahlen dagegen die Mieter, wenn der Mietvertrag das vorsieht (§ 2 BetrKV).
Der Kaufpreisfaktor ist der Kehrwert der Bruttomietrendite: Kaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete. Ein Faktor von 25 heißt, dass der Kaufpreis 25 Jahreskaltmieten entspricht, das sind 4 Prozent Bruttomietrendite. Je niedriger der Faktor, desto höher die Rendite im Verhältnis zum Preis. Beide Zahlen sagen dasselbe, nur aus zwei Richtungen.
Gerechnet wird vor Steuern und ohne Finanzierung. Wertentwicklung, Steuern und die Zinsen eines Darlehens fließen nicht ein. Rate und Tilgungsplan eines Immobiliendarlehens berechnet der Baufinanzierungsrechner. Die jährliche Rendite einer anderen Geldanlage ermittelt der Renditerechner, wie sich ein Sparbetrag mit Zinsen entwickelt, zeigt der Zinseszinsrechner. Bei steuerlichen Fragen, etwa zur Abschreibung, hilft eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater.
Zur Formel
Die Bruttomietrendite verwendet den Kaufpreis ohne Nebenkosten, so wird sie meist angegeben. Die Nettomietrendite teilt dagegen durch die Gesamtinvestition, denn Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler müssen Sie zusätzlich aufbringen. Schon 10 Prozent Kaufnebenkosten senken die Rendite auf rund 91 Prozent ihres Werts, denn 1 / 1,1 ist etwa 0,909.
Das Mietausfallwagnis berücksichtigt Leerstand und Zahlungsausfälle. Die Immobilienwertermittlungsverordnung setzt dafür bei Wohnungen 2 Prozent des Rohertrags an. Für Verwaltung und Instandhaltung nennt sie Modellwerte von 357 € je Eigentumswohnung und 11,70 € je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr, wenn die Mieter die Schönheitsreparaturen tragen (Anlage 3, Stand 1. Januar 2021, jährlich angepasst). Ihre tatsächlichen Kosten können davon abweichen.
Rechenbeispiel
Eine Wohnung kostet 240.000,00 € und bringt 1.000,00 € Kaltmiete im Monat. Wie hoch ist die Mietrendite?
- Jahreskaltmiete: 1.000 · 12 = 12.000 €.
- Bruttomietrendite: 12.000 / 240.000 · 100 = 5,00 %. Der Kaufpreisfaktor ist 20,0.
- Kaufnebenkosten von 10 % machen 24.000 € aus, die Gesamtinvestition beträgt 264.000 €.
- Vom Mietertrag gehen 240 € für Mietausfall und 1.200 € für laufende Kosten ab, es bleiben 10.560 €.
- Nettomietrendite: 10.560 / 264.000 · 100 = 4,00 %.
Bei 240.000,00 € Kaufpreis und 1.000,00 € Kaltmiete im Monat beträgt die Bruttomietrendite 5,00 %. Der Kaufpreis entspricht 20,0 Jahreskaltmieten, das ist der Kaufpreisfaktor. Nach Kaufnebenkosten, laufenden Kosten und Mietausfall ergibt sich eine Nettomietrendite von 4,00 %.
Beispiel in den Rechner übernehmenHäufige Fragen
Was bedeutet eine Mietrendite von 4 Prozent?
Die Jahreskaltmiete entspricht 4 Prozent des Kaufpreises. Bei 300.000 € Kaufpreis sind das 12.000 € Miete im Jahr oder 1.000 € im Monat. Der Kaufpreisfaktor ist dann 25: Der Kaufpreis entspricht 25 Jahreskaltmieten. Das ist ein Wert vor Kosten und Steuern. Was davon bei Ihnen ankommt, zeigt die Nettomietrendite.
Wie hoch ist eine gute Mietrendite?
Eine feste Grenze gibt es nicht, denn die Rendite muss zu Lage, Zustand und Risiko passen. Zur Einordnung hilft der Kaufpreisfaktor: 4 Prozent brutto entsprechen dem Faktor 25, 5 Prozent dem Faktor 20 und 6 Prozent dem Faktor 16,7. Je höher die Rendite, desto genauer lohnt der Blick darauf, womit sie erkauft wird, etwa mit schwacher Nachfrage, hohem Instandhaltungsbedarf oder Leerstand. Maßgeblich ist am Ende die Nettorendite.
Ist eine Mietrendite von 5 oder 7 Prozent gut?
Beides lässt sich nur im Zusammenhang beurteilen. 5 Prozent brutto entsprechen dem Kaufpreisfaktor 20, 7 Prozent etwa dem Faktor 14,3: Die Mieten bringen den Kaufpreis nach 20 beziehungsweise rund 14 Jahren ein, vor Kosten. Ob der Wert gut ist, zeigt die Nettorendite mit realistischen Kosten und Mietausfall. Hohe Bruttorenditen können ein Ausgleich für höhere Risiken sein, etwa bei schwacher Nachfrage oder Sanierungsbedarf.
Welche Kosten fließen in die Nettomietrendite ein?
In die Nettorendite gehen zwei Arten von Kosten ein. Im Nenner stehen Kaufpreis und Kaufnebenkosten, also Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler. Von der Miete ziehen Sie die Kosten ab, die Sie als Eigentümer selbst tragen: Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis und nicht umlagefähige Betriebskosten (§ 32 ImmoWertV). Betriebskosten, die Mieter zahlen, zählen nicht dazu. Zinsen und Steuern bleiben außen vor.
Wie berechne ich die Nettomietrendite?
Ziehen Sie von der Jahreskaltmiete den Mietausfall und die nicht umlagefähigen Kosten ab und teilen Sie das Ergebnis durch Kaufpreis plus Kaufnebenkosten, mal 100. Beispiel: 12.000 € Jahreskaltmiete, 240 € Mietausfall und 1.200 € Kosten ergeben 10.560 € Reinertrag. Bei 300.000 € Kaufpreis und 10 Prozent Nebenkosten, also 330.000 € Gesamtinvestition, sind das 3,2 Prozent.
Wie viel bleibt von der Bruttomietrendite nach Kosten übrig?
Das hängt von Kaufnebenkosten, laufenden Kosten und Mietausfall ab. Als Faustrechnung: Bei 10 Prozent Kaufnebenkosten und Kosten samt Mietausfall von 20 Prozent der Miete werden aus 5 Prozent Bruttorendite netto rund 3,6 Prozent, denn 5 · 0,8 / 1,1 ist etwa 3,64. Der Rechner zeigt den Wert für Ihre Zahlen.
Mit welcher Nettorendite kann man rechnen?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Realistisch ist die Nettorendite, die sich mit dem echten Kaufpreis, der am Markt erzielbaren Miete und vollständigen Kosten ergibt. In der Regel liegt sie unter der Bruttorendite: Aus 4 Prozent brutto werden bei 10 Prozent Nebenkosten und Kosten von 20 Prozent der Miete rund 2,9 Prozent. Wie hoch die Nettorendite sein darf, begrenzt der Markt, denn die Miete muss am Standort durchsetzbar sein.
Wie stark belasten die Kaufnebenkosten die Rendite?
Wie stark die Kaufnebenkosten die Rendite drücken, zeigt eine einfache Rechnung: Bei 10 Prozent sinkt sie auf rund 91 Prozent ihres Werts (1 / 1,1), bei 12 Prozent auf rund 89 Prozent. Aus 4 Prozent brutto werden dadurch 3,6 Prozent. Die Grunderwerbsteuer legen die Länder fest, derzeit liegt sie zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Dazu kommen Notar und Grundbuch mit rund 1,5 bis 2 Prozent und gegebenenfalls die Maklerprovision, von der Käufer bei Wohnungen und Einfamilienhäusern höchstens die Hälfte tragen müssen (§§ 656c, 656d BGB).
Schmälert die Grundsteuer die Rendite?
Meist nicht, denn die Grundsteuer gehört zu den umlagefähigen Betriebskosten (§ 2 BetrKV). Wenn der Mietvertrag es vorsieht, zahlen die Mieter sie über die Nebenkosten. Auf die Mietrendite wirkt sie sich nur aus, wenn Sie sie selbst tragen, etwa bei Leerstand oder ohne Umlage im Vertrag. Dann gehört sie zu den nicht umlagefähigen Kosten.
Welche Aussagekraft hat die Nettomietrendite?
Sie sagt, wie viel Prozent des eingesetzten Kapitals die Immobilie nach laufenden Kosten und Mietausfall pro Jahr als Überschuss bringt, noch vor Steuern und Finanzierung. Damit lassen sich Objekte mit unterschiedlichen Kosten fairer vergleichen als mit der Bruttorendite. Über Wertentwicklung, Finanzierung und Steuern sagt sie nichts aus.
Lohnt sich eine vermietete Immobilie als Kapitalanlage?
Das lässt sich aus der Mietrendite allein nicht beantworten, denn sie zeigt nur den laufenden Ertrag. Ob sich ein Investment lohnt, hängt auch von Wertentwicklung, Finanzierung, Steuern, Leerstandsrisiko und Ihren Alternativen ab. Berechnen Sie zuerst die Nettomietrendite und vergleichen Sie sie mit anderen Anlagen, etwa mit dem Renditerechner. Steuer- und Finanzierungsfragen klären Sie mit einer Fachperson.
Welche Mietrendite ist in meiner Stadt üblich?
Wie hoch die Mietrendite ausfällt, hängt vom einzelnen Objekt ab und nicht von der Stadt allein: Maßgeblich sind Kaufpreis und erzielbare Kaltmiete. Der Rechner liefert keine Marktdaten. Tragen Sie die Zahlen eines konkreten Angebots ein und vergleichen Sie die Miete mit dem örtlichen Mietspiegel oder mit Inseraten ähnlicher Wohnungen.
Worin unterscheiden sich Kaufpreisfaktor und Mietrendite?
Sie beschreiben dasselbe Verhältnis von Kaufpreis und Jahreskaltmiete, nur umgekehrt. Der Kaufpreisfaktor nennt, wie viele Jahreskaltmieten der Kaufpreis ausmacht, die Bruttomietrendite, wie viel Prozent des Kaufpreises die Jahreskaltmiete beträgt. Faktor 25 und 4 Prozent sind daher dasselbe, ebenso Faktor 20 und 5 Prozent.
Was ist der Unterschied zur Eigenkapitalrendite?
Die Eigenkapitalrendite setzt den Überschuss nach Darlehenszinsen ins Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital und hängt deshalb von der Finanzierung ab. Dieser Rechner nimmt keine Darlehensdaten auf und rechnet ohne Finanzierung. Rate, Zinsen und Tilgungsplan eines Immobiliendarlehens berechnet der Baufinanzierungsrechner.
- ImmoWertV § 32: Bewirtschaftungskosten (Bundesministerium der Justiz, Gesetze im Internet)
- ImmoWertV Anlage 3: Modellansätze für Bewirtschaftungskosten (Bundesministerium der Justiz, Gesetze im Internet)
- BetrKV § 2: Aufstellung der Betriebskosten (Grundsteuer) (Bundesministerium der Justiz, Gesetze im Internet)
- BGB § 656c: Lohnanspruch bei Tätigkeit für beide Parteien (Maklerlohn) (Bundesministerium der Justiz, Gesetze im Internet)
- BGB § 656d: Vereinbarungen über die Maklerkosten (Bundesministerium der Justiz, Gesetze im Internet)
- Mietrendite (Wikipedia)
- Grunderwerbsteuer (Deutschland) (Wikipedia)