QTc-Rechner: QT-Zeit berechnen mit Bazett, Fridericia und Framingham

Gesundheit

Geben Sie die QT-Zeit in Millisekunden und die Herzfrequenz ein. Der Rechner nennt den QTc nach Bazett, Fridericia und Framingham und zeigt für Bazett und Fridericia, welche der Schwellen 450, 480 und 500 ms überschritten wird. Das ist keine Diagnose.

Das im EKG gemessene QT-Intervall in Millisekunden, vom Beginn des QRS-Komplexes bis zum Ende der T-Welle. Von 200 bis 800.

Die Herzfrequenz zum Zeitpunkt des EKGs in Schlägen pro Minute. Von 30 bis 220.

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Ergebnis: QTc nach Bazett (ms)

447

Bei einer QT-Zeit von 400 ms und einer Herzfrequenz von 75 Schlägen pro Minute (RR-Intervall 0,8 Sek.) beträgt der QTc 447 ms nach Bazett (bis 450 ms), 431 ms nach Fridericia (bis 450 ms) und 431 ms nach Framingham.

  • QTc nach Fridericia (ms): 431
  • QTc nach Framingham (ms): 431
  • RR-Intervall: 0,8 Sek.

Rechenweg

400 / √0,8 = 447

  1. RR-Intervall in Sekunden: 60 / Herzfrequenz = 60 / 75 = 0,8 s.
  2. Bazett: QTc = QT / √RR = 400 / √0,8 = 447 ms (bis 450 ms).
  3. Fridericia: QTc = QT / RR^0,33 = 400 / 0,8^0,33 = 431 ms (bis 450 ms).
  4. Framingham: QTc = QT + 154 · (1 − RR) = 400 + 154 · (1 − 0,8) = 431 ms.

Formel

RR = 60 / Herzfrequenz
Bazett: QTc = QT / RR0,5
Fridericia: QTc = QT / RR0,33
Framingham: QTc = QT + 154 · (1 − RR)
QT
das im EKG gemessene QT-Intervall in Millisekunden, vom Beginn des QRS-Komplexes bis zum Ende der T-Welle
QTc
die um die Herzfrequenz korrigierte QT-Zeit in Millisekunden
RR
der Abstand zwischen zwei Herzschlägen in Sekunden: 60 geteilt durch die Herzfrequenz in Schlägen pro Minute

So funktioniert der Rechner

Die QT-Zeit ist das Intervall im Elektrokardiogramm (EKG) vom Beginn des QRS-Komplexes bis zum Ende der T-Welle. Sie umfasst die Erregung und die anschließende Erholung der Herzkammern. Weil die QT-Zeit bei schnellem Herzschlag kürzer und bei langsamem länger ausfällt, wird sie mit einer Formel auf die Herzfrequenz bezogen. Das Ergebnis ist der QTc, die frequenzkorrigierte QT-Zeit. Am häufigsten kommen die Formeln nach Bazett und nach Fridericia zum Einsatz.

Der Rechner erwartet die gemessene QT-Zeit in Millisekunden und die Herzfrequenz in Schlägen pro Minute. Er bestimmt zuerst das RR-Intervall in Sekunden (60 geteilt durch die Herzfrequenz) und wendet dann drei Formeln an: Bazett, QTc = QT / RR^0,5, Fridericia, QTc = QT / RR^0,33, und Framingham, QTc = QT + 154 · (1 − RR), jeweils mit der QT-Zeit in Millisekunden und dem RR-Intervall in Sekunden. Bei 60 Schlägen pro Minute ist das RR-Intervall genau 1 Sekunde, und alle drei Formeln liefern die QT-Zeit selbst. Die Ergebnisse werden auf volle Millisekunden gerundet angezeigt.

Die drei Formeln weichen voneinander ab, sobald die Herzfrequenz nicht bei 60 liegt. Nach der Leitlinie ICH E14 überkorrigiert die Bazett-Formel bei hohen Herzfrequenzen und unterkorrigiert unterhalb von 60 Schlägen pro Minute, die Fridericia-Formel ist dort genauer. Die Framingham-Formel stammt aus einer linearen Regression an 5.018 Teilnehmern der Framingham Heart Study und korrigiert die QT-Zeit zuverlässiger als die Bazett-Formel. Liegt die Herzfrequenz weit von 60 entfernt, lohnt sich daher der Blick auf mehr als eine Formel.

Zum Ergebnis nach Bazett und nach Fridericia nennt der Rechner, welche der Schwellen 450, 480 und 500 ms überschritten wird. Das sind die Grenzen, die die Leitlinie ICH E14 für die Auswertung von EKGs in klinischen Arzneimittelstudien vorsieht; ein QTc über 500 ms gilt dort als besonderer Anlass zur Sorge, und die Leitlinie hält fest, dass es keinen Konsens über Grenzwerte gibt. Eine Diagnose ist das nicht: Die Normalwerte hängen von der Formel und von weiteren Faktoren ab, und die Deutung eines EKGs gehört in ärztliche Hände.

Zur Formel

Die Formeln sind die der Leitlinie ICH E14: Bazett und Fridericia mit den Exponenten 0,5 und 0,33, Framingham mit dem Koeffizienten 0,154 Sekunden, also 154 Millisekunden, aus den Daten der Framingham Heart Study. Manche Lehrbücher setzen bei Fridericia 1/3 statt 0,33 an; der Unterschied liegt bei wenigen Millisekunden.

Der QTc wird auf volle Millisekunden gerundet, und die genannte Schwelle richtet sich nach dem gerundeten Wert, der über der Schwelle liegen muss: 450 ms überschreiten 450 ms nicht, 451 ms schon. Der Rechner nimmt eine QT-Zeit von 200 bis 800 ms und eine Herzfrequenz von 30 bis 220 Schlägen pro Minute an. Alter, Geschlecht, Medikamente und weitere Faktoren kennt er nicht, das Ergebnis ist deshalb keine Diagnose.

Rechenbeispiel

QTc bei einer QT-Zeit von 400 ms und 75 Schlägen pro Minute

  1. RR-Intervall in Sekunden: 60 / 75 = 0,8 s.
  2. Bazett: 400 / √0,8 = 447 ms (bis 450 ms).
  3. Fridericia: 400 / 0,8^0,33 = 431 ms (bis 450 ms).
  4. Framingham: 400 + 154 · (1 − 0,8) = 431 ms. Keiner der drei Werte liegt über 450 ms.

Bei einer QT-Zeit von 400 ms und einer Herzfrequenz von 75 Schlägen pro Minute (RR-Intervall 0,8 Sek.) beträgt der QTc 447 ms nach Bazett (bis 450 ms), 431 ms nach Fridericia (bis 450 ms) und 431 ms nach Framingham.

Beispiel in den Rechner übernehmen

Häufige Fragen

Was ist die QT-Zeit?

Die QT-Zeit ist das Intervall im EKG vom Beginn des QRS-Komplexes bis zum Ende der T-Welle. Sie bildet ab, wie lange die Herzkammern für Erregung und anschließende Erholung brauchen, und wird in Millisekunden angegeben. Sie hängt von der Herzfrequenz ab: Je schneller das Herz schlägt, desto kürzer ist die QT-Zeit. Deshalb wird sie zum QTc korrigiert.

QTc-Zeit-Rechner: Wie funktioniert er?

Sie geben die im EKG gemessene QT-Zeit in Millisekunden und die Herzfrequenz ein. Der Rechner bildet das RR-Intervall (60 geteilt durch die Herzfrequenz) und setzt es in die Formeln von Bazett, Fridericia und Framingham ein. Bei 400 ms QT-Zeit und 75 Schlägen pro Minute ist das RR-Intervall 0,8 s und der QTc nach Bazett 400 / √0,8 = 447 ms.

Was ist eine QTc-Verlängerung?

Von einer Verlängerung spricht man, wenn der QTc einen Grenzwert überschreitet. Einen einzigen gültigen Wert gibt es nicht: Die Leitlinie ICH E14 wertet QTc-Werte über 450, 480 und 500 ms sowie Anstiege um mehr als 30 und 60 ms gegenüber dem Ausgangswert aus und hält fest, dass es keinen Konsens über die Grenzen gibt. Über 500 ms gilt als besonderer Anlass zur Sorge. Die Bewertung gehört in ärztliche Hände.

Wer sollte einen QTc-Rechner nutzen?

Der Rechner hilft, einen EKG-Wert nachzuvollziehen oder die Formeln zu vergleichen, etwa in Ausbildung und Studium oder mit einem Befund in der Hand. Er rechnet nur mit den eingegebenen Zahlen und kennt weder Alter und Geschlecht noch Medikamente oder Elektrolyte. Er ersetzt weder die Auswertung des EKGs noch den ärztlichen Rat.

Warum ist der QTc wichtig?

Eine deutlich verlängerte QT-Zeit ist mit einem höheren Risiko für Torsade-de-pointes-Tachykardien verbunden. Diese Rhythmusstörung kann nach ICH E14 in Kammerflimmern übergehen und zum plötzlichen Herztod führen. Deshalb wird der QTc vor allem bei Arzneimitteln beachtet, die die QT-Zeit verlängern können. Als Messwert ist er unvollkommen: Er sagt nicht sicher voraus, ob eine Rhythmusstörung auftritt.

Welche Formel ist besser, Bazett oder Fridericia?

Keine ist bei jeder Herzfrequenz die beste. Bazett ist am weitesten verbreitet, überkorrigiert nach ICH E14 aber bei hohen Frequenzen und unterkorrigiert unter 60 Schlägen pro Minute. Fridericia ist in diesen Bereichen genauer. An 10.303 normalen EKGs lagen die Verteilungen des QTc nach Fridericia und Framingham eng beieinander, die nach Bazett war deutlich breiter. Der Rechner zeigt alle drei nebeneinander.

Welche QTc-Werte sind normal?

Eine einheitliche Normgrenze gibt es nicht, sie hängt von der Formel ab. An 10.303 normalen EKGs lag die obere Normgrenze, ohne die höchsten 2 % der Werte, bei 483 ms nach Bazett, 460 ms nach Fridericia und 457 ms nach Framingham. Wer einen Befund einordnen möchte, bespricht ihn mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt.

Ersetzt der QTc-Rechner die ärztliche Beurteilung?

Nein. Der Rechner wendet die Formeln auf die QT-Zeit und die Herzfrequenz an, die Sie eingeben. Das Ergebnis ist weder eine Diagnose noch eine Therapieempfehlung. Bei Fragen zu einem EKG oder einem QTc-Wert wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder an eine Kardiologin oder einen Kardiologen.

Zuletzt aktualisiert: Verantwortlicher Redakteur: Jared Alan
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