Kurs-Gewinn-Verhältnis berechnen (KGV einer Aktie)

Finanzen

Tragen Sie Aktienkurs und Gewinn je Aktie ein, oder Marktkapitalisierung und Jahresüberschuss. Der Rechner nennt das KGV, also wie viele Jahresgewinne im Kurs stecken, und die Gewinnrendite als Kehrwert.

Was kennen Sie?

Der aktuelle Börsenkurs einer Aktie in Euro, zum Beispiel 120 €.

Der Jahresüberschuss geteilt durch die Zahl der Aktien, in Euro. Nehmen Sie den Wert des letzten Geschäftsjahres oder die Prognose für das laufende Jahr. Bei einem Verlust ist das KGV nicht berechenbar.

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Ergebnis: KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

15

Bei einem Kurs von 120,00 € und einem Gewinn je Aktie von 8,00 € beträgt das KGV 15: Im Kurs stecken 15 Jahresgewinne. Die Gewinnrendite liegt bei 6,67 %.

  • Gewinnrendite (Kehrwert des KGV): 6,67 %

Rechenweg

120 / 8 = 15

  1. Aktienkurs: 120,00 €. Gewinn je Aktie: 8,00 €.
  2. KGV = Aktienkurs / Gewinn je Aktie = 120 / 8 = 15. Im Kurs stecken also 15 Jahresgewinne.
  3. Gewinnrendite = Gewinn je Aktie / Aktienkurs = 8 / 120 = 6,67 %.

Formel

KGV = Aktienkurs / Gewinn je Aktie
Gewinnrendite = Gewinn je Aktie / Aktienkurs · 100 = 100 / KGV
KGV
Kurs-Gewinn-Verhältnis: wie viele Jahresgewinne im Kurs stecken
Aktienkurs
der Börsenkurs einer Aktie in Euro
Gewinn je Aktie
Jahresüberschuss geteilt durch die Zahl der Aktien, in Euro
Gewinnrendite
der Kehrwert des KGV in Prozent: Gewinn je Aktie in Prozent des Kurses

So funktioniert der Rechner

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist der Quotient aus dem Börsenkurs einer Aktie und dem Gewinn je Aktie. Der Gewinn je Aktie ist der Jahresüberschuss der Gesellschaft geteilt durch die Zahl der Aktien. Man liest es als die Zahl der Jahresgewinne, die in einem Kurs stecken, oder als die Zahl der Jahre, die das Unternehmen denselben Gewinn je Aktie erzielen müsste, um den heutigen Kurs zu verdienen. Beispiel: Kostet eine Aktie 50 € und beträgt der Gewinn je Aktie 4 €, ist das KGV 50 / 4 = 12,5.

Der Rechner hat zwei Wege. Im Modus Kurs und Gewinn je Aktie teilen Sie den Kurs durch den Gewinn je Aktie. Im Modus Börsenwert und Jahresgewinn teilen Sie die Marktkapitalisierung, also Kurs mal Zahl der Aktien, durch den Jahresüberschuss. Beide Wege liefern dasselbe KGV, wenn sie sich auf dieselbe Gesellschaft beziehen, denn die Zahl der Aktien kürzt sich heraus. Als Gewinnrendite nennt der Rechner den Kehrwert in Prozent, Gewinn durch Kurs: Bei einem KGV von 12,5 sind das 8 %, ein Wert, den man als Verzinsung der Aktie lesen kann.

Ob ein KGV hoch oder niedrig ist, lässt sich nicht allgemein sagen. Ein niedriges KGV kann auf eine günstige Bewertung hinweisen, ein hohes auf eine mögliche Überbewertung, aber auch auf starkes Wachstum, das der Markt schon einpreist. Üblich ist der Vergleich mit Unternehmen derselben Branche und mit dem eigenen Verlauf. Welcher Gewinn in die Rechnung eingeht, bestimmen Sie selbst: Mit dem Gewinn des letzten Jahres erhalten Sie das rückblickende KGV, mit dem erwarteten Gewinn das KGV auf Prognosebasis. Bei einem Verlust ergibt sich kein sinnvolles KGV, der Rechner meldet dann einen Fehler.

Das KGV sagt nichts über künftige Gewinnchancen, und der Gewinn lässt sich durch Rückstellungen und stille Reserven in Grenzen beeinflussen. Deshalb betrachtet man es zusammen mit weiteren Kennzahlen wie dem Kurs-Buchwert-Verhältnis. Der Rechner ist keine Anlageberatung und gibt kein Kauf- oder Verkaufssignal. Die Wertentwicklung eines Investments berechnen Sie mit dem Renditerechner.

Zur Formel

Mit Marktkapitalisierung = Kurs · Aktienzahl und Jahresüberschuss = Gewinn je Aktie · Aktienzahl ist KGV = Marktkapitalisierung / Jahresüberschuss dasselbe wie Kurs / Gewinn je Aktie: Die Zahl der Aktien kürzt sich. Deshalb dürfen Marktkapitalisierung und Jahresüberschuss in jeder Einheit stehen, solange beide dieselbe haben, etwa in Millionen Euro.

Die Gewinnrendite ist der Kehrwert: Aus einem KGV von 20 wird 100 / 20 = 5 %, aus einem KGV von 10 werden 10 %. Je höher das KGV, desto niedriger ist die Gewinnrendite. Der Rechner rundet nicht zwischendurch, sondern nur die Anzeige auf zwei Nachkommastellen.

Rechenbeispiel

Eine Aktie kostet 50,00 €, der Gewinn je Aktie liegt bei 4,00 €. Wie hoch ist das KGV?

  1. Teilen Sie den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie: 50 / 4 = 12,5.
  2. Im Kurs stecken also 12,5 Jahresgewinne. Bei gleichbleibendem Gewinn dauert es 12,5 Jahre, bis der Kurs verdient ist.
  3. Die Gewinnrendite ist der Kehrwert: 4 / 50 = 8 %. Steigt der Gewinn je Aktie auf 5 €, sinkt das KGV auf 10 und die Gewinnrendite steigt auf 10 %.

Bei einem Kurs von 50,00 € und einem Gewinn je Aktie von 4,00 € beträgt das KGV 12,5: Im Kurs stecken 12,5 Jahresgewinne. Die Gewinnrendite liegt bei 8 %.

Beispiel in den Rechner übernehmen

Häufige Fragen

Was ist ein gutes KGV?

Ein allgemeingültiger guter Wert existiert nicht. Ein niedriges KGV kann auf eine günstige Bewertung hinweisen, ein hohes auf eine mögliche Überbewertung, aber auch auf erwartetes Wachstum. Maßgeblich ist der Vergleich mit der Branche und mit dem eigenen Verlauf der Aktie. Wikipedia nennt für die Werte des DAX einen historischen Durchschnitt von 14,6. Das KGV allein reicht für eine Bewertung nicht aus.

Ist ein KGV von 40 gut?

Ein KGV von 40 heißt: Im Kurs stecken 40 Jahresgewinne, die Gewinnrendite beträgt 2,5 %. Das ist hoch im Vergleich zu dem, was Wikipedia für den Gesamtmarkt seit den 1990er Jahren nennt, nämlich Schwankungen zwischen 12 und 25. Bei stark wachsenden Unternehmen kann ein hohes KGV begründet sein, bei stagnierenden nicht. Ein Kauf- oder Verkaufssignal ist es nicht.

Welches KGV ist gesund?

Ein gesundes KGV im festen Sinn gibt es nicht, es hängt von Branche, Wachstum und Zinsniveau ab. Als Orientierung: In den 1970er und 1980er Jahren galt ein KGV von 8 als billig und von 15 als teuer, seit den 1990er Jahren schwankt es für den Gesamtmarkt zwischen 12 und 25 (Wikipedia). Prüfen Sie immer, wie das Unternehmen im Vergleich zu seiner Branche steht.

Ist ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis gut?

Nicht unbedingt. Ein hohes KGV bedeutet, dass der Kurs viele Jahresgewinne enthält. Das kann auf eine Überbewertung hindeuten, aber auch darauf, dass Anleger hohes Wachstum erwarten, wie bei einem Unternehmen in der Aufbauphase mit hohen Investitionen. Je höher das KGV, desto niedriger ist die Gewinnrendite und desto mehr Erwartungen stecken im Kurs.

Wie berechnet man das KGV?

Teilen Sie den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie: KGV = Kurs / Gewinn je Aktie. Kostet eine Aktie 50 € und beträgt der Gewinn je Aktie 4 €, ist das KGV 12,5. Alternativ teilen Sie die Marktkapitalisierung durch den Jahresüberschuss, mit demselben Ergebnis. Im Rechner wählen Sie dazu den passenden Modus.

Was sagt das KGV aus?

Das KGV zeigt, wie viele Jahresgewinne ein Kurs in sich trägt, oder wie viele Jahre eine Gesellschaft denselben Gewinn je Aktie erzielen müsste, um den Kurs zu verdienen. Es misst den Preis, den Anleger für einen Euro Gewinn zahlen. Über künftige Gewinnchancen sagt es nichts.

Was ist die Gewinnrendite?

Die Gewinnrendite ist der Kehrwert des KGV in Prozent: Gewinn je Aktie geteilt durch den Kurs. Bei einem KGV von 12,5 sind das 8 %. Man kann sie als Verzinsung der Aktie lesen, auch wenn der Gewinn nicht ausgeschüttet wird. Aus dem KGV rechnen Sie sie mit 100 / KGV.

Was bedeutet ein niedriges KGV?

Ein niedriges KGV bedeutet, dass der Kurs wenige Jahresgewinne enthält und die Gewinnrendite hoch ist. Das kann eine günstige Bewertung anzeigen. Es kann aber auch daran liegen, dass der Markt sinkende Gewinne erwartet oder das Unternehmen Risiken trägt. Ein niedriges KGV allein ist daher keine Kaufempfehlung.

Wie berechnet man das KGV mit Marktkapitalisierung und Jahresüberschuss?

Teilen Sie die Marktkapitalisierung (Kurs mal Zahl der Aktien) durch den Jahresüberschuss. Bei 4.500 Mio. € Börsenwert und 300 Mio. € Jahresüberschuss ist das KGV 4.500 / 300 = 15. Das Ergebnis ist dasselbe wie Kurs durch Gewinn je Aktie, weil sich die Zahl der Aktien herauskürzt.

Was ist der Unterschied zwischen rückblickendem und erwartetem KGV?

Das rückblickende KGV nutzt den Gewinn je Aktie der Vergangenheit, etwa des letzten Geschäftsjahres. Das erwartete KGV (Forward P/E) nutzt die Gewinnprognose für das kommende Jahr. Mit 50 € Kurs ergibt ein Gewinn von 4 € ein KGV von 12,5 und ein erwarteter Gewinn von 5 € ein KGV von 10. Der Rechner nimmt den Gewinn, den Sie eintragen.

Was ist das KGV bei einem Verlust?

Bei einem Verlust ist das KGV nicht aussagekräftig. Die Deutung als Zahl der Jahresgewinne im Kurs gilt dann nicht mehr, und die Rechnung ergäbe einen negativen Wert. Der Rechner meldet in diesem Fall einen Fehler. Man behilft sich mit anderen Kennzahlen oder mit einem KGV auf Basis des prognostizierten Gewinns.

Wie hoch ist das durchschnittliche KGV des DAX?

Wikipedia nennt für die Werte des DAX einen historischen Durchschnitt von 14,6. Das aktuelle KGV schwankt mit Kursen und Gewinnen und hängt davon ab, ob der Gewinn des letzten Jahres oder eine Prognose verwendet wird. Eine aktuelle Zahl liefert der Rechner nicht, er berechnet das KGV für die Werte, die Sie eintragen.

Wo finde ich den Gewinn je Aktie?

Im Geschäftsbericht der Gesellschaft, dort steht meist ein Wert je Aktie neben dem Jahresüberschuss, sowie auf Finanzportalen und Börsenseiten. Sie können ihn selbst bilden: Jahresüberschuss geteilt durch die Zahl der Aktien. Achten Sie darauf, ob es der Wert des letzten Jahres oder eine Prognose ist.

Reicht das KGV für eine Anlageentscheidung?

Nein. Das KGV allein reicht für eine Bewertung nicht aus. Es sagt nichts über künftige Gewinne, und der Gewinn lässt sich in Grenzen durch Rückstellungen und stille Reserven gestalten. Man betrachtet es zusammen mit Branchenvergleich, Wachstum und weiteren Kennzahlen. Der Rechner ersetzt keine Anlageberatung.

Was ist das Shiller-KGV?

Das Shiller-KGV legt statt des Gewinns eines einzelnen Jahres den inflationsbereinigten Durchschnitt der Gewinne der letzten zehn Jahre zugrunde. Es soll schwankende Gewinne glätten und wird vor allem zur Einschätzung des Gesamtmarktes genutzt. Für ein Unternehmen berechnen Sie es hier, indem Sie diesen Durchschnittsgewinn als Gewinn je Aktie eintragen.

Zuletzt aktualisiert: Verantwortlicher Redakteur: Jared Alan
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