Blutzucker umrechnen (mg/dl in mmol/l)
GesundheitTragen Sie Ihren Blutzuckerwert in mg/dl oder mmol/l ein, und der Rechner nennt ihn sofort in der anderen Einheit. Darunter finden Sie eine Umrechnungstabelle zum Nachschlagen. Der Rechner ändert nur die Einheit und bewertet den Wert nicht.
Rechenweg
100 / 18,0156 ≈ 5,5507
- 1 mmol/l entspricht 18,0156 mg/dl. Der Faktor ist die molare Masse von Glukose geteilt durch 10.
- Teilen Sie den Wert in mg/dl durch den Faktor: 100 / 18,0156 ≈ 5,5507.
- Auf eine Nachkommastelle gerundet sind das 5,6 mmol/l.
Sobald alle Eingaben gültig sind, sehen Sie hier jeden Rechenschritt.
Formel
- mg/dl
- Blutzucker in Milligramm Glukose pro Deziliter, ein Deziliter entspricht 100 ml Blut
- mmol/l
- Blutzucker in Millimol pro Liter
- 18,0156
- Umrechnungsfaktor: die molare Masse von Glukose (180,156 g/mol) geteilt durch 10, weil ein Liter zehn Deziliter hat
So funktioniert der Rechner
Der Blutzucker wird in zwei Einheiten angegeben: in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) und in Millimol pro Liter (mmol/l). Welche Einheit Sie sehen, hängt vom Messgerät und vom Labor ab. Beide Angaben beschreiben dieselbe Konzentration von Glukose im Blut, die eine über die Masse, die andere über die Stoffmenge. Deshalb lässt sich jeder Wert mit einem festen Faktor in die andere Einheit umrechnen.
Den Faktor liefert die molare Masse von Glukose, 180,156 Gramm pro Mol. Ein Millimol pro Liter entspricht damit 180,156 Milligramm pro Liter oder 18,0156 Milligramm pro Deziliter, denn ein Liter hat zehn Deziliter. Für mmol/l teilt der Rechner den Wert in mg/dl durch 18,0156, in der Gegenrichtung multipliziert er mit 18,0156. Aus 100 mg/dl werden so 5,55 mmol/l, die der Rechner auf 5,6 rundet.
Im Alltag wird der Faktor häufig auf 18 gerundet, so nennt ihn auch das Diabetesportal diabinfo.de. Das ist bequem, weicht aber um knapp 0,1 Prozent vom exakten Wert ab: Bei 100 mg/dl ergibt 18 den Wert 5,56 statt 5,55 mmol/l. Tabellen, Messgeräte und Rechner runden deshalb manchmal in der ersten Nachkommastelle unterschiedlich.
Die Umrechnung ändert nur die Einheit, nicht die Messart. Ein Messgerät arbeitet meist mit einem Tropfen Blut aus der Fingerbeere, das Labor mit venösem Blut, und beide Werte können voneinander abweichen. Für die Diagnose eines Diabetes verlangt die Deutsche Diabetes Gesellschaft deshalb Laborwerte aus venösem Plasma. Ob ein Wert unauffällig ist, beurteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Der Rechner selbst bewertet nichts.
Auch andere Gesundheitswerte begegnen Ihnen bei Geräten und Angaben aus dem Ausland in fremden Einheiten. Für die Körpertemperatur gibt es den Umrechner Fahrenheit in Celsius, für das Körpergewicht den Umrechner lbs in kg. Ihren Body-Mass-Index berechnen Sie mit dem BMI-Rechner. Ihre Blutdruckwerte ordnet der Blutdruck-Rechner ein. Auch das Kreatinin steht je nach Labor in mg/dl oder in µmol/l im Befund; der GFR-Rechner nimmt beide Einheiten an und schätzt daraus die Nierenfunktion.
Zur Formel
Die Zahl 180,156 ergibt sich aus den Atommassen von Kohlenstoff (12,011), Wasserstoff (1,008) und Sauerstoff (15,999) für die Summenformel C6H12O6 der Glukose: 6 · 12,011 + 12 · 1,008 + 6 · 15,999. Weil Atommassen gerundete Messwerte sind, steht der Faktor in manchen Quellen als 18,02 oder 18,016. Die Unterschiede liegen unter 0,03 Prozent und wirken sich nur selten auf die erste Nachkommastelle aus.
Gerundet wird erst am Ende: mmol/l mit einer Nachkommastelle, mg/dl auf ganze Zahlen, so wie es auf Messgeräten und Befunden üblich ist. Wer nachrechnet, sollte deshalb mit dem ungerundeten Wert weiterrechnen und nicht mit dem angezeigten.
Rechenbeispiel
Der Laborbefund nennt 5,9 mmol/l. Wie viel sind das in mg/dl?
- Der Faktor beträgt 18,0156 mg/dl je mmol/l.
- Multiplizieren Sie den Wert mit dem Faktor: 5,9 · 18,0156 = 106,29.
- Gerundet sind das 106 mg/dl. Zur Probe: 106 / 18,0156 = 5,88, also wieder 5,9 mmol/l.
Ein Blutzucker von 5,9 mmol/l entspricht 106 mg/dl.
Beispiel in den Rechner übernehmenHäufige Fragen
Wie wandle ich mg/dl in mmol/l um?
Teilen Sie den Wert in mg/dl durch 18,0156. Aus 100 mg/dl werden so 100 / 18,0156 = 5,55, gerundet 5,6 mmol/l. Im Kopf genügt als Näherung die Division durch 18. Wählen Sie oben „mg/dl in mmol/l“, dann rechnet der Rechner für Sie und zeigt die Rechnung Schritt für Schritt.
Wie komme ich von mmol/l auf mg/dl?
Multiplizieren Sie den Wert in mmol/l mit 18,0156. 5,9 mmol/l ergeben 5,9 · 18,0156 = 106,29, gerundet 106 mg/dl. Näherungsweise reicht die Multiplikation mit 18, die Abweichung beträgt knapp 0,1 Prozent.
Ist ein Wert von 5,9 mmol/l ein normaler Blutzucker?
Das hängt davon ab, wann und wie gemessen wurde. 5,9 mmol/l entsprechen 106 mg/dl. Nüchtern im Labor aus venösem Plasma gemessen, liegt der Wert nach der DDG-Praxisempfehlung (Update 2025) im Bereich der abnormalen Nüchternglukose von 5,55 bis unter 7,0 mmol/l. Die WHO beginnt diesen Bereich erst bei 6,1 mmol/l. Zwei Stunden nach dem Essen sollte der Wert laut diabinfo.de unter 7,8 mmol/l (140 mg/dl) liegen. Die Einordnung übernimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Welche Blutzuckerwerte gelten bei Kindern als normal?
Zur Diagnose eines Diabetes gelten bei Kindern und Jugendlichen dieselben Grenzwerte wie bei Erwachsenen, nüchtern etwa ab 7,0 mmol/l (126 mg/dl) im Plasma. So steht es in der Leitlinie der internationalen Fachgesellschaft ISPAD für Diabetes bei Kindern und Jugendlichen von 2022, eigene Grenzwerte für Kinder führt sie dafür nicht auf. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft betont, dass auch bei Kindern venöses Blut aus dem Labor nötig ist, ein Messgerät mit Fingerblut genügt nicht. Wann ein Wert für Ihr Kind zu hoch ist, besprechen Sie mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.
Warum zeigen Tabellen und Geräte manchmal einen etwas anderen Wert?
Weil der Faktor unterschiedlich gerundet wird. Viele Quellen rechnen mit 18, andere mit 18,02 oder 18,016, hier gilt der exakte Wert 18,0156. Bei 100 mg/dl ergibt 18 den Wert 5,56 mmol/l, 18,0156 dagegen 5,55. Auch die Rundung auf eine Nachkommastelle kann das Ergebnis um 0,1 mmol/l verschieben. Messgeräte zeigen außerdem Werte aus Fingerblut, die vom Laborwert abweichen können.
Ab welchem Wert spricht man von Diabetes?
Die Diagnose stellt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, in der Regel mit einer bestätigenden Messung. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft nennt unter anderem einen Nüchternwert im venösen Plasma ab 7,0 mmol/l (126 mg/dl) und einen Gelegenheitswert ab 11,1 mmol/l (200 mg/dl) als Kriterien. Ein einzelner Messwert aus dem Fingerstich genügt dafür nicht.
Wie rechne ich Blutzucker im Kopf um?
Teilen Sie mg/dl durch 18, um mmol/l zu erhalten, oder multiplizieren Sie mmol/l mit 18. 90 mg/dl sind so etwa 5 mmol/l, 7 mmol/l etwa 126 mg/dl. Die Näherung weicht um weniger als 0,1 Prozent vom exakten Wert ab. Für mmol/l können Sie auch mg/dl mit 0,0555 multiplizieren.
Ändert die Umrechnung etwas am Messwert?
Nein, sie ändert nur die Einheit. 100 mg/dl und 5,55 mmol/l sind derselbe Messwert in zwei Schreibweisen. Ob ein Wert hoch, niedrig oder unauffällig ist, hängt davon ab, wann und womit gemessen wurde, etwa nüchtern, nach dem Essen, mit dem Messgerät oder im Labor.
Kann ich damit auch den HbA1c-Wert umrechnen?
Nein. Der HbA1c ist kein Blutzuckerwert in mg/dl oder mmol/l, sondern ein Langzeitwert, der in Prozent oder in mmol/mol angegeben wird. Der Faktor 18,0156 passt dafür nicht. Zur Orientierung: 48 mmol/mol entsprechen 6,5 Prozent, ab diesem Wert nennt die Deutsche Diabetes Gesellschaft ein Diagnosekriterium.
Welche Einheit gilt in Deutschland?
Beide kommen vor. Messgeräte und Laborbefunde geben den Blutzucker je nach Gerät und Labor in mg/dl oder in mmol/l an. Manche Geräte lassen sich zwischen den Einheiten umstellen, andere zeigen nur eine. Achten Sie beim Vergleich von Werten deshalb immer auf die Einheit.
- Definition, Klassifikation, Diagnostik und Differenzialdiagnostik des Diabetes mellitus: Update 2025 (DDG-Praxisempfehlung) (Deutsche Diabetes Gesellschaft, Diabetologie und Stoffwechsel)
- Blutzucker messen: Normwerte, Anleitung und Tipps (diabinfo.de (Helmholtz Munich, Deutsches Diabetes-Zentrum, Deutsches Zentrum für Diabetesforschung))
- Umrechnungstabelle für Blutzuckerwerte (diabinfo.de)
- Definition and diagnosis of diabetes mellitus and intermediate hyperglycaemia (WHO/IDF 2006) (Weltgesundheitsorganisation (WHO))
- ISPAD Clinical Practice Consensus Guidelines 2022: Definition, epidemiology, and classification of diabetes in children and adolescents (Pediatric Diabetes, PubMed)
- Blutzucker (Wikipedia)
- Glucose (Wikipedia)