HOMA-Index berechnen (HOMA-IR)

Gesundheit

Tragen Sie Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin so ein, wie sie auf dem Befund stehen. Der Rechner berechnet den HOMA-Index nach Matthews. Das ist eine Information und keine Diagnose, die Einordnung übernimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Einheit des Blutzuckers

Die Glukose im Blut nach mindestens 8 Stunden ohne Essen, wie sie auf dem Befund steht.

Das Insulin derselben Blutprobe. µU/ml und mU/l sind dieselbe Einheit. Steht der Wert in pmol/l auf dem Befund, fragen Sie das Labor nach µU/ml.

Dezimalzahlen mit Komma, z. B. 12,5. Das Ergebnis erscheint beim Tippen.Dezimalzahlen mit Komma, z. B. 12,5

Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät. Gerechnet wird direkt im Browser.

Ergebnis: HOMA-Index (HOMA-IR)

1,78

Der HOMA-Index beträgt 1,78 und liegt damit unter 2,5, dem Wert, mit dem der Rechner vergleicht. Als Richtwerte nennen deutschsprachige Quellen 2 (Hinweis auf Insulinresistenz) und 2,5 (sehr wahrscheinlich). Das ist eine Orientierung und keine Diagnose.

  • Vergleich mit dem Wert 2,5: unter 2,5

Rechenweg

90 · 8 / 405 = 1,78

  1. Multiplizieren Sie Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin: 90 · 8 = 720.
  2. Bei Blutzucker in mg/dl teilen Sie durch 405: 720 / 405 = 1,78.
  3. Vergleich mit dem Wert 2,5: unter 2,5.

Formel

HOMA-IR = Blutzucker (mg/dl) · Insulin (µU/ml) / 405
Blutzucker
Nüchternblutzucker, in der ersten Formel in mg/dl, in der zweiten in mmol/l
Insulin
Nüchterninsulin in µU/ml (gleich mU/l)
405
Konstante für den Blutzucker in mg/dl, 22,5 · 18

So funktioniert der Rechner

Der HOMA-IR (Homeostasis Model Assessment of Insulin Resistance) schätzt die Insulinresistenz aus zwei Werten einer nüchtern entnommenen Blutprobe: dem Blutzucker und dem Insulin. Matthews und Kollegen haben das Modell 1985 vorgestellt. Die Näherungsformel lautet Blutzucker mal Insulin, geteilt durch eine Konstante: 22,5, wenn der Blutzucker in mmol/l angegeben ist, und 405, wenn er in mg/dl steht. Beide Konstanten beschreiben dasselbe, denn 1 mmol/l Glukose sind rund 18 mg/dl und 22,5 · 18 = 405. Der Insulinwert geht in µU/ml oder mU/l ein.

Das Modell ist so geeicht, dass eine gesunde, normalgewichtige Person unter 35 Jahren den Wert 1 hat. Als Orientierung nennen deutschsprachige Quellen: unter 2 normal, über 2 ein Hinweis auf Insulinresistenz, über 2,5 eine sehr wahrscheinliche Insulinresistenz. Der Rechner vergleicht mit 2,5. Eine einheitliche Grenze gibt es aber nicht: Eine spanische Studie (EPIRCE) fand je nach Kriterium Grenzwerte von rund 1,9 bis 3,5, und viele Labore geben eigene Referenzbereiche an. Maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Befund.

Das Ergebnis hängt davon ab, wie die Werte gemessen wurden. Die Probe muss nüchtern entnommen sein, Blutzucker und Insulin müssen aus derselben Abnahme stammen, und die Insulinbestimmung unterscheidet sich von Labor zu Labor. Alter, Geschlecht, Gewicht, Schwangerschaft, Medikamente und Erkrankungen beeinflussen die Werte. Bei Kindern und Jugendlichen gelten andere Bezugswerte als bei Erwachsenen. Die Schätzung des Modells ist ohnehin ungenau: Matthews und Kollegen gaben für die Insulinresistenz einen Variationskoeffizienten von 31 Prozent an.

Der Rechner stellt keine Diagnose und gibt keine Behandlungshinweise. Der HOMA-Index allein reicht nicht aus, um eine Insulinresistenz festzustellen: Das beurteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zusammen mit weiteren Untersuchungen und Ihrer Vorgeschichte. Wenn Sie Blutzuckerwerte zwischen mg/dl und mmol/l umrechnen möchten, hilft der Blutzucker-Umrechner, für das Körpergewicht der BMI-Rechner.

Zur Formel

Das Produkt aus Blutzucker und Insulin steigt, wenn die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin ausschütten muss, um den Blutzucker zu halten: Das ist die Idee des Index. Die Division durch die Konstante bringt ihn auf eine Skala, auf der die Bezugsperson 1 ergibt. Das ursprüngliche Modell von Matthews (HOMA1) ist ein Gleichungssystem, das ein Computer löst, die einfache Formel hier ist eine Näherung, die bei Werten nahe dem Normbereich gilt. Das überarbeitete Modell HOMA2 ist ein eigenes Computerprogramm und liefert andere Werte als die einfache Formel.

Zur Umrechnung des Blutzuckers von mg/dl in mmol/l teilen Sie durch 18. Insulin in µU/ml hat dieselbe Zahl wie in mU/l. Gerundet wird erst bei der Anzeige auf zwei Nachkommastellen, die Rechnung selbst bleibt unverändert.

Rechenbeispiel

Nüchternblutzucker von 90 mg/dl und Nüchterninsulin von 9 µU/ml

  1. Multiplizieren Sie beide Werte: 90 · 9 = 810.
  2. Bei Blutzucker in mg/dl teilen Sie durch 405: 810 / 405 = 2,00.
  3. Mit dem Blutzucker in mmol/l (5 mmol/l, also 90 mg/dl) kommt dasselbe heraus: 5 · 9 / 22,5 = 2,00. Der Wert liegt unter 2,5; was er bedeutet, beurteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Der HOMA-Index beträgt 2,00 und liegt damit unter 2,5, dem Wert, mit dem der Rechner vergleicht. Als Richtwerte nennen deutschsprachige Quellen 2 (Hinweis auf Insulinresistenz) und 2,5 (sehr wahrscheinlich). Das ist eine Orientierung und keine Diagnose.

Beispiel in den Rechner übernehmen

Häufige Fragen

Wie berechnet man den HOMA-Index?

Multiplizieren Sie Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin und teilen Sie das Produkt durch 405, wenn der Blutzucker in mg/dl steht, oder durch 22,5, wenn er in mmol/l steht. Bei 90 mg/dl und 9 µU/ml sind das 90 · 9 / 405 = 2,0. Der Rechner beherrscht beide Einheiten.

Was bedeutet ein HOMA-IR-Wert?

Der HOMA-IR ist ein Maß für die Insulinresistenz: Je höher der Wert, desto mehr Insulin braucht der Körper, um den Blutzucker zu halten. Als Orientierung gelten Werte unter 2 als normal, über 2 als Hinweis auf eine Insulinresistenz und über 2,5 als sehr wahrscheinlich. Eine Diagnose ist das nicht.

Welche HOMA-Werte sind normal?

Eine einheitliche Grenze gibt es nicht. Deutschsprachige Quellen nennen unter 2 als normal, bei einer gesunden, normalgewichtigen Person liegt der Index nahe 1. Studien fanden je nach Kriterium Grenzwerte zwischen rund 1,9 und 3,5. Maßgeblich ist der Referenzbereich auf Ihrem Befund, er hängt von Labor, Alter, Geschlecht und Gewicht ab.

Ist ein HOMA-Index von 2,5 zu hoch?

Ab 2,5 gilt eine Insulinresistenz als sehr wahrscheinlich, zwischen 2 und 2,5 als möglich. Ein Wert knapp darüber ist keine Diagnose: Es zählen weitere Befunde wie der Langzeitblutzucker, die Blutfette, das Gewicht und mögliche Symptome. Das beurteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Muss ich für den HOMA-Index nüchtern sein?

Ja. Blutzucker und Insulin müssen in derselben Blutprobe nach mindestens 8 Stunden ohne Essen bestimmt werden. Nach einer Mahlzeit steigen beide Werte, und der Index fiele höher aus als der tatsächliche.

Wie rechne ich Insulin von pmol/l in µU/ml um?

Der Rechner erwartet µU/ml, das entspricht mU/l. Steht der Insulinwert in pmol/l auf dem Befund, verwenden die Labore je nach Methode unterschiedliche Umrechnungsfaktoren. Bitten Sie das Labor deshalb um den Wert in µU/ml, bevor Sie rechnen.

Gilt der HOMA-IR auch in der Schwangerschaft und bei Kindern?

Gerechnet wird gleich, aber die Bezugswerte unterscheiden sich. In der Schwangerschaft nimmt die Insulinresistenz natürlicherweise zu, bei Kindern und Jugendlichen gelten andere Grenzen als bei Erwachsenen. Das Ergebnis ordnet dann die frauenärztliche oder kinderärztliche Praxis ein.

Wie berechnet man die Insulinmenge?

Dieser Rechner berechnet keine Insulinmenge, sondern nur den HOMA-Index aus Laborwerten. Eine Insulindosis zu berechnen, ist Sache der behandelnden Ärztin oder des Arztes und der Diabetesberatung; sie hängt von vielen individuellen Faktoren ab.

Wie viel kostet ein HOMA-Index-Test?

Der HOMA-Index selbst ist eine Rechnung und kostet nichts, dieser Rechner ist kostenlos. Kosten entstehen für die Laborwerte Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin, die Sie für die Rechnung brauchen. Die Preise legen Praxis und Labor fest. Ob die Krankenkasse die Untersuchung bezahlt, hängt davon ab, ob eine ärztliche Indikation besteht. Fragen Sie in der Praxis nach.

Wie genau ist der HOMA-Index?

Er ist eine grobe Schätzung. In der ursprünglichen Arbeit lag der Variationskoeffizient bei 31 Prozent, die Werte schwanken außerdem von Tag zu Tag und je nach Labormethode. Deshalb dient er vor allem dem Vergleich in Studien und als Anhaltspunkt, nicht als einzelne Diagnosegrundlage.

Zuletzt aktualisiert: Verantwortlicher Redakteur: Jared Alan
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