Blutdruck-Rechner

Gesundheit

Geben Sie den oberen (systolischen) und den unteren (diastolischen) Wert in mmHg ein. Der Rechner ordnet die Werte nach den europäischen Leitlinien ein und nennt Pulsdruck und mittleren arteriellen Druck. Das ist keine Diagnose.

Der höhere der beiden Werte in mmHg, zum Beispiel 120.

Der niedrigere der beiden Werte in mmHg, zum Beispiel 80.

Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät. Gerechnet wird direkt im Browser.

Ergebnis: Einordnung nach ESC/ESH

Normal

Bei einem Blutdruck von 120 zu 80 mmHg lautet die Einordnung nach ESC/ESH: Normal. Der Pulsdruck beträgt 40 mmHg, der mittlere arterielle Druck 93,3 mmHg. Die Einordnung sagt nichts über zu niedrige Werte (unter etwa 90 zu 60 mmHg); bei Beschwerden wie Schwindel oder Ohnmacht lassen Sie diese ärztlich abklären.

  • Isolierte systolische Hypertonie: nein
  • Pulsdruck (mmHg): 40
  • Mittlerer arterieller Druck (mmHg): 93,3

Rechenweg

120 zu 80 mmHg: Normal

  1. Oberer Wert 120 mmHg und unterer Wert 80 mmHg werden einzeln mit den Grenzen der ESC/ESH-Leitlinie verglichen. Es zählt die höhere Stufe: Normal.
  2. Pulsdruck = 120 − 80 = 40 mmHg.
  3. Mittlerer arterieller Druck: 80 + (120 − 80) / 3 = 93,3 mmHg.

Formel

Pulsdruck = systolisch − diastolisch
MAP = diastolisch + (systolisch − diastolisch) / 3
systolisch
oberer Wert in mmHg: Druck, wenn das Herz Blut auswirft
diastolisch
unterer Wert in mmHg: Druck, wenn das Herz erschlafft
MAP
mittlerer arterieller Druck in mmHg (Faustformel für periphere Messungen)

So funktioniert der Rechner

Der Blutdruck wird mit zwei Werten in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben. Der systolische (obere) Wert ist der Druck in den Arterien, wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut auswirft, der diastolische (untere) Wert der Druck in der Erschlaffungsphase dazwischen. 120 zu 80 bedeutet also 120 mmHg systolisch und 80 mmHg diastolisch.

Die Einordnung folgt den europäischen Leitlinien der Fachgesellschaften ESC und ESH für Messungen in der Arztpraxis: optimal unter 120 und unter 80 mmHg, normal 120 bis 129 und/oder 80 bis 84, hochnormal 130 bis 139 und/oder 85 bis 89, Hypertonie Grad 1 ab 140 und/oder 90, Grad 2 ab 160 und/oder 100 und Grad 3 ab 180 und/oder 110 mmHg. Liegen oberer und unterer Wert in verschiedenen Bereichen, zählt der höhere. Bei 145 zu 85 spricht man von einer isolierten systolischen Hypertonie: Nur der obere Wert liegt im Hypertonie-Bereich, der untere unter 90. Die Tabelle der Leitlinie grenzt nur nach oben ab und hat keine Untergrenze: Sehr niedrige Werte, etwa unter 90 zu 60 mmHg, gelten als niedriger Blutdruck (Hypotonie), der Rechner stuft sie trotzdem als „optimal“ ein. Beschwerden wie Schwindel oder Ohnmacht sollten Sie ärztlich abklären lassen.

Der Rechner zeigt außerdem den Pulsdruck, die Differenz aus oberem und unterem Wert (120 − 80 = 40 mmHg), und den mittleren arteriellen Druck, den die Faustformel MAP = diastolisch + (systolisch − diastolisch) / 3 schätzt. Eine Hypertonie wird nicht aus einer einzelnen Messung diagnostiziert: Entscheidend sind wiederholte Messungen in Ruhe, die ärztlich bewertet werden, und Ihre übrigen Risikofaktoren. Das Ergebnis ist eine Orientierung und ersetzt weder die Messung noch die ärztliche Beurteilung. Das Gewicht ist ein Risikofaktor, den BMI berechnet der BMI-Rechner.

Zur Formel

Die Einordnung selbst braucht keine Formel, sondern die Grenzen der Leitlinie: Der Rechner stuft den oberen und den unteren Wert getrennt ein und nimmt die höhere Stufe. Bei 118 zu 82 ist der obere Wert optimal (unter 120), der untere normal (80 bis 84), die Einordnung lautet also normal. Die Grenzen gelten für ganze Zahlen: 119 ist noch optimal, 120 normal; 139 hochnormal, 140 Hypertonie Grad 1.

Die Werte gelten für Messungen in der Arztpraxis und für Erwachsene. Zu Hause gemessene Werte liegen im Mittel niedriger; für sie wird Hypertonie ab 135 zu 85 mmHg angenommen. Neuere Leitlinien wie die ESC-Leitlinie von 2024 ordnen die Bereiche zum Teil anders ein; hier gelten die Grenzen der ESC/ESH-Leitlinie von 2018, die auch die ESH-Leitlinie von 2023 verwendet. Systolisch ist immer höher als diastolisch, der Rechner weist gleiche oder vertauschte Werte deshalb ab.

Rechenbeispiel

Wie ordnet man einen Blutdruck von 145 zu 85 mmHg ein?

  1. Der obere Wert 145 liegt im Bereich 140 bis 159 (Hypertonie Grad 1), der untere Wert 85 im Bereich 85 bis 89 (hochnormal).
  2. Es zählt die höhere Stufe: Hypertonie Grad 1. Weil der untere Wert unter 90 liegt, handelt es sich um eine isolierte systolische Hypertonie.
  3. Pulsdruck: 145 − 85 = 60 mmHg. Mittlerer arterieller Druck: 85 + 60 / 3 = 105 mmHg.

Bei einem Blutdruck von 145 zu 85 mmHg lautet die Einordnung nach ESC/ESH: Hypertonie Grad 1. Der Pulsdruck beträgt 60 mmHg, der mittlere arterielle Druck 105 mmHg. Die Einordnung sagt nichts über zu niedrige Werte (unter etwa 90 zu 60 mmHg); bei Beschwerden wie Schwindel oder Ohnmacht lassen Sie diese ärztlich abklären.

Beispiel in den Rechner übernehmen

Häufige Fragen

Was ist ein normaler Blutdruck?

Nach den europäischen Leitlinien gilt ein Blutdruck unter 120 zu 80 mmHg als optimal und 120 bis 129 zu 80 bis 84 mmHg als normal; hochnormal sind 130 bis 139 zu 85 bis 89 mmHg. Der Rechner ordnet Ihre Werte entsprechend ein. Die Grenzen gelten für Frauen und Männer gleich. Nach unten nennt die Leitlinie keine Grenze: Werte unter etwa 90 zu 60 mmHg gelten als niedriger Blutdruck (Hypotonie) und sind bei Beschwerden ein Fall für die Arztpraxis.

Was bedeuten systolisch und diastolisch?

Systolisch ist der obere Wert: der Druck in den Arterien, wenn das Herz Blut auswirft. Diastolisch ist der untere Wert, der Druck, wenn das Herz zwischen zwei Schlägen erschlafft und sich mit Blut füllt. Bei 120 zu 80 mmHg beträgt der systolische Wert 120, der diastolische 80.

Ab wann ist der Blutdruck zu hoch?

In der Arztpraxis spricht man ab 140 zu 90 mmHg von Bluthochdruck (Hypertonie), wenn der obere und/oder der untere Wert diese Grenze erreicht. Bei Messungen zu Hause liegt die Grenze mit 135 zu 85 mmHg niedriger. US-Leitlinien setzen strengere Grenzen ab 130 zu 80. Die Diagnose braucht wiederholte Messungen und stellt die Ärztin oder der Arzt.

Wie kann man den Blutdruck natürlich senken?

Leitlinien nennen Maßnahmen, die den Blutdruck messbar senken können: weniger Salz (unter 5 g am Tag), Normalgewicht, regelmäßige Bewegung, wenig Alkohol und Verzicht auf das Rauchen. Wer bereits Medikamente nimmt, ändert sie nie ohne Rücksprache. Besprechen Sie Ziele und Maßnahmen mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.

Was ist der Pulsdruck und warum ist er wichtig?

Der Pulsdruck ist die Differenz aus oberem und unterem Wert: 140 zu 80 mmHg ergeben 60 mmHg. Als Norm gelten in Ruhe 40 bis 65 mmHg. Er steigt, wenn die großen Arterien mit dem Alter steifer werden; ein hoher Pulsdruck findet sich vor allem bei älteren Menschen mit isolierter systolischer Hypertonie und gilt als Risikoindikator.

Verändert sich der Blutdruck mit dem Alter?

Ja. Mit den Jahren werden die Arterien steifer, der obere Wert steigt im Mittel, der untere kann sinken, und der Pulsdruck wird größer. Die Einordnung nach ESC/ESH ist für Erwachsene aller Altersgruppen dieselbe. Ob und wie stark ein Wert gesenkt werden sollte, hängt aber vom Alter und von anderen Erkrankungen ab und gehört in ärztliche Hände.

Gibt es andere Blutdruck-Normwerte für Frauen, Männer und nach Alter?

Die Leitlinien-Einordnung ist für Frauen und Männer gleich und gilt für Erwachsene unabhängig vom Alter. Tabellen mit Durchschnittswerten nach Alter zeigen, was in einer Altersgruppe häufig ist, nicht, was gesund ist. Für die Einschätzung des Risikos sind die Grenzwerte maßgeblich.

Kann ich beim Blutdruck-Rechner auch den Puls eingeben?

Nein, der Puls geht nicht in die Einordnung ein. Er ist die Zahl der Herzschläge pro Minute und ein eigener Messwert, den die meisten Blutdruckmessgeräte neben oberem und unterem Wert anzeigen. Der Rechner berechnet den Pulsdruck, die Differenz der beiden Blutdruckwerte; beides wird oft verwechselt.

Wie messe ich den Blutdruck richtig?

Messen Sie nach fünf Minuten Ruhe im Sitzen, mit passender Manschette am nackten Oberarm auf Herzhöhe, ohne zu sprechen und ohne Kaffee oder Zigarette in der Stunde davor. Messen Sie mehrmals und an mehreren Tagen und bilden Sie den Mittelwert, denn einzelne Werte schwanken stark.

Wann sofort zum Arzt?

Rufen Sie den Notruf 112, wenn zu einem stark erhöhten Blutdruck (etwa ab 180 zu 110 mmHg) Beschwerden kommen: Brustschmerz, Atemnot, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Lähmungen oder Sprachstörungen. Auch ohne Beschwerden lassen Sie wiederholt hohe Werte zeitnah ärztlich abklären.

Zuletzt aktualisiert: Verantwortlicher Redakteur: Jared Alan
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