Break-even-Point berechnen: Menge, Umsatz und Zeitpunkt
FinanzenWählen Sie, was Sie kennen: Umsatz und variable Kosten, Preis und Kosten je Stück oder die Deckungsbeitragsquote. Der Rechner nennt den Break-even-Punkt als Umsatz und als Menge, den Zeitpunkt, den Sicherheitsabstand und das erwartete Ergebnis.
Rechenweg
45.000 / (90.000 / 150.000) = 75.000,00 €
- Deckungsbeitrag: 150.000 − 60.000 = 90.000,00 €.
- Deckungsbeitragsquote: 90.000 / 150.000 = 60 %.
- Break-even-Umsatz: 45.000 / (60 / 100) = 75.000,00 €.
- Break-even-Zeitpunkt: 75.000 / 150.000 · 365 = etwa Tag 183 bei einer Periode von 365 Tagen.
- Sicherheitsabstand: 150.000 − 75.000 = 75.000,00 €, das sind 50 % des Umsatzes.
- Erwartetes Ergebnis: 90.000 − 45.000 = 45.000,00 €.
Sobald alle Eingaben gültig sind, sehen Sie hier jeden Rechenschritt.
Formel
- Fixkosten
- Ausgaben der Periode, die nicht vom Absatz abhängen, netto
- Variable Kosten
- Ausgaben der Periode, die mit dem Absatz wachsen (Wareneinsatz, Material, Fracht, Provisionen), netto
- Deckungsbeitragsquote
- Deckungsbeitrag in Prozent des Umsatzes, in der Division als Bruchteil: 60 % schreibt man 0,60
- Break-even-Umsatz
- der Umsatz, bei dem das Ergebnis null ist (die Gewinnschwelle)
- Break-even-Zeitpunkt
- die Zahl der Tage seit Beginn der Periode, bis dieser Umsatz erreicht ist
- Sicherheitsabstand
- Abstand zwischen geplantem Umsatz und Break-even-Umsatz, negativ, wenn der geplante Umsatz unter der Schwelle liegt
So funktioniert der Rechner
Der Break-even-Point (BEP), auch Gewinnschwelle genannt, ist der Umsatz oder die Absatzmenge, bei der die Erlöse genau die Kosten decken. Darunter macht das Unternehmen Verlust, darüber Gewinn. Für die Rechnung teilen Sie die Kosten in zwei Gruppen. Fixkosten fallen auch ohne einen einzigen Verkauf an: Miete, Versicherungen, Abos, Steuerberatung, feste Gehälter, Abschreibungen. Variable Kosten wachsen mit dem Absatz: Wareneinsatz, Material, Verpackung, Fracht, Provisionen. Was von jedem Euro Umsatz nach den variablen Kosten bleibt, ist der Deckungsbeitrag, und er finanziert die Fixkosten.
Die Deckungsbeitragsquote ist der Deckungsbeitrag geteilt durch den Umsatz. Bei 60 % bleiben von jedem eingenommenen Euro 0,60 € für die Fixkosten. Der Break-even-Umsatz ist daher Fixkosten geteilt durch Deckungsbeitragsquote: 45.000 € Fixkosten brauchen bei 60 % einen Umsatz von 75.000 €. Dort ist das Ergebnis null. Jeder Euro darüber bringt 0,60 € Gewinn, jeder fehlende Euro kostet ebenso viel. Wie sich der Deckungsbeitrag berechnet, zeigt der Deckungsbeitragsrechner.
Der Rechner nennt den Break-even als Umsatz in Euro und, wenn Sie einen Preis je Stück kennen, als Menge. Er bietet drei Einstiege. Mit Umsatz und variablen Kosten berechnet er die Deckungsbeitragsquote selbst. Mit Preis und variablen Kosten je Stück erhält er dieselbe Quote und rechnet die Gewinnschwelle in Stück um, aufgerundet auf die nächste ganze Einheit, weil man keine halbe verkauft. Kennen Sie die DB-Quote schon, tragen Sie sie zusammen mit dem geplanten Umsatz ein. Rechnen Sie grundsätzlich netto, also ohne Umsatzsteuer, solange sie für Sie ein durchlaufender Posten ist. Wer als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer ausweist, rechnet mit den Beträgen, die er tatsächlich einnimmt und zahlt.
Der Break-even-Zeitpunkt drückt die Gewinnschwelle als Zeit aus: Break-even-Umsatz geteilt durch geplanten Umsatz mal Tage der Periode. Bei 75.000 € Schwelle und 150.000 € Umsatz in 365 Tagen sind das 182,5 Tage. Das setzt gleichmäßige Verkäufe voraus, saisonale Betriebe erreichen die Schwelle früher oder später. Der Sicherheitsabstand ist der geplante Umsatz minus Break-even-Umsatz: Um diesen Betrag dürfen die Erlöse sinken, bevor ein Verlust entsteht.
Das Modell ist eine Vereinfachung. Es nimmt konstante Preise und konstante Stückkosten an und lineare Kostenverläufe. Wächst der Betrieb in Stufen, etwa mit einer weiteren Maschine oder einer Stelle, springen die Fixkosten, und es kann mehrere Break-even-Punkte geben. Bei mehreren Produkten rechnen Sie mit Durchschnittswerten nach Ihrem Absatzmix. Der Break-even betrifft das Ergebnis, nicht die Liquidität: Kredittilgung, Lagerbestand und Zahlungsziele kommen nicht vor, dafür hilft der Cashflow-Rechner. Ertragsteuern sind nicht eingerechnet.
Zur Formel
Die ersten drei Zeilen bauen aufeinander auf: Der Deckungsbeitrag liefert die Quote, die Quote die Schwelle. Bei der Menge wird direkt mit den Beträgen einer Einheit gerechnet und aufgerundet. Das Sonnenstudio-Beispiel aus der Literatur hat 5.000 € Fixkosten, 5,03 € Erlös und 1,40 € variable Kosten je Besonnung. Der Deckungsbeitrag je Stück ist 3,63 €, und 5.000 / 3,63 = 1.377,41 ergeben 1.378 Besonnungen. Der Break-even-Umsatz bleibt der exakte Quotient ohne Rundung.
Zeitpunkt und Sicherheitsabstand beziehen sich auf den geplanten Umsatz, nicht auf die Schwelle: Sie ändern sich mit Ihrer Planung, die Schwelle selbst hängt nur von Fixkosten und Quote ab. Die Zahl der Tage hängt von der Konvention ab, 365 für ein Kalenderjahr, manche rechnen mit 360. Bleiben Sie für Vergleiche bei einer Basis. Steuern auf den Gewinn rechnet der Rechner nicht.
Rechenbeispiel
Ein Online-Shop verkauft ein Produkt für 36,00 € netto bei 14,00 € variablen Kosten je Stück und hat 54.000,00 € Fixkosten im Jahr. Ab wie vielen Stück lohnt es sich?
- Deckungsbeitrag je Stück: 36 − 14 = 22,00 €.
- Break-even-Menge: 54.000 / 22 = 2.454,5, aufgerundet 2.455 Stück.
- Deckungsbeitragsquote: 22 / 36 = 61,11 %, also ein Break-even-Umsatz von 54.000 / (61,11 / 100) = 88.363,64 €.
- Bei 3.000 geplanten Stück und 108.000,00 € Umsatz ist der Break-even am 299. Tag der Periode erreicht. Der Sicherheitsabstand beträgt 19.636,36 € (18,2 %), das erwartete Ergebnis 12.000,00 €.
Bei 22,00 € Deckungsbeitrag je Stück liegt die Gewinnschwelle bei 88.363,64 € Umsatz für 54.000,00 € Fixkosten. Dafür müssen Sie 2.455 Stück verkaufen. Bei 3.000 geplanten Stück ist der Break-even am 299. Tag der Periode erreicht, der Sicherheitsabstand beträgt 19.636,36 € und das erwartete Ergebnis 12.000,00 €.
Beispiel in den Rechner übernehmenHäufige Fragen
Sind Gewinnschwelle und Break-even-Point das Gleiche?
Ja. Break-even-Point (BEP), Gewinnschwelle, Nutzenschwelle und Kostendeckungspunkt bezeichnen denselben Punkt: Erlös und Kosten sind gleich, das Ergebnis ist null. Die Menge, die dafür nötig ist, heißt auch Gewinnschwellenmenge, Mindestabsatz oder Deckungsmenge. Im Rechner steht dafür der Break-even-Umsatz in Euro und die Break-even-Menge in Stück.
Wie berechnet man den DB?
Der Deckungsbeitrag (DB) ist der Umsatz minus die variablen Kosten. Je Stück rechnen Sie Preis minus variable Stückkosten: 36 € minus 14 € ergibt 22 € je Stück. Mit der Absatzmenge multipliziert ergibt das den Gesamt-Deckungsbeitrag. Ausführlicher erklärt das der Deckungsbeitragsrechner.
Was sagt der BEP aus?
Der BEP nennt die Menge oder den Umsatz, ab dem ein Betrieb Gewinn macht. Er zeigt, wie viel Sie verkaufen müssen, um die Fixkosten zu decken, wie weit die Planung von der Verlustzone entfernt ist und wie sich Preis, Kosten oder Miete auf die Schwelle auswirken. Er ist ein Gefahrensignal, wenn der Umsatz sich ihm nähert.
Wie rechne ich kf aus?
Die Fixkosten Kf addieren Sie aus den Posten der Periode: Miete, Versicherungen, feste Gehälter, Abschreibungen. Haben Sie nur die Gesamtkosten, ziehen Sie die variablen Kosten ab: Kf = Gesamtkosten − variable Kosten. Kennen Sie die Gewinnschwelle, rechnen Sie rückwärts: Kf = Break-even-Menge · Deckungsbeitrag je Stück.
Welche Daten werden für die Berechnung des Break-even-Points benötigt?
Sie brauchen die Fixkosten der Periode sowie entweder Umsatz und variable Kosten, oder Preis und variable Kosten je Stück, oder die Deckungsbeitragsquote. Für Zeitpunkt, Sicherheitsabstand und Ergebnis kommt die geplante Absatzmenge oder der geplante Umsatz hinzu. Alle Beträge gelten für denselben Zeitraum und netto.
Was ist der Break-even-Punkt?
Der Break-even-Punkt ist der Punkt, an dem die Erlöse die gesamten Kosten decken: darunter Verlust, darüber Gewinn. Am Break-even ist der Deckungsbeitrag aller verkauften Produkte so hoch wie die Fixkosten. Beispiel: Bei 22 € Deckungsbeitrag je Stück und 54.000 € Fixkosten liegt er bei 2.455 verkauften Stück.
Warum ist der Break-even-Punkt wichtig?
Er macht aus einem Budget ein konkretes Ziel: wie viele Stück, Aufträge oder Beratungstage Sie brauchen. Damit prüfen Sie, ob eine Idee realistisch ist, setzen Verkaufsziele und erkennen das Verlustrisiko. Außerdem sehen Sie schnell, was ein höherer Preis, eine höhere Miete oder eine neue Stelle an der Schwelle verändern.
Wie wird der Break-even-Punkt berechnet?
Fixkosten geteilt durch Deckungsbeitragsquote ergibt den Break-even-Umsatz: 45.000 € / 0,60 = 75.000 €. Fixkosten geteilt durch Deckungsbeitrag je Stück ergibt die Menge, aufgerundet: 45.000 € / (50 € − 20 €) = 1.500 Stück. Im Rechner wählen Sie dazu „Preis je Stück“ und lesen beide Werte ab.
Warum gilt der Break-even für jede Unternehmung?
Weil jedes Unternehmen Kosten hat, die vom Absatz unabhängig sind, und Erlöse, die sie decken müssen. Das Prinzip gilt für Handel, Gastronomie, Handwerk, Online-Shops und Selbstständige gleichermaßen, nur die Einheit unterscheidet sich: Stück, Gäste, Aufträge oder Beratungstage. Voraussetzung ist, dass sich die Kosten in fixe und variable aufteilen lassen.
Was ist der Unterschied zwischen Break-even-Menge und Break-even-Umsatz?
Die Break-even-Menge zählt Stück, die Sie verkaufen müssen, der Break-even-Umsatz nennt den Betrag in Euro. Beide beschreiben denselben Punkt: Menge mal Preis ergibt den Umsatz. Die Menge rechnen Sie bei einem Produkt mit Fixkosten / Deckungsbeitrag je Stück, den Umsatz mit Fixkosten / Deckungsbeitragsquote. Bei mehreren Produkten ist der Umsatz die sinnvollere Größe.
Gilt der Break-even auch für Dienstleister ohne Materialkosten?
Ja. Auch Dienstleister haben Fixkosten, etwa Miete, Software, Versicherungen und Ihr eigenes Gehalt. Variable Kosten gibt es oft trotzdem: Fahrtkosten, Provisionen, Zahlungsgebühren, Honorare für Subunternehmer. Fehlen sie ganz, ist die Deckungsbeitragsquote 100 %, und die Schwelle entspricht den Fixkosten.
Wie oft sollte ich die Break-even-Rechnung aktualisieren?
Mindestens einmal im Jahr bei der Planung und immer, wenn sich eine Annahme deutlich ändert: neuer Preis, höhere Miete, neue Einkaufskonditionen, Einstellung, Investition. In der Gründungs- oder Wachstumsphase lohnt ein monatlicher oder vierteljährlicher Vergleich der Schwelle mit den echten Zahlen.
Kann ich mehrere Break-even-Punkte haben?
Ja, wenn die Fixkosten in Stufen steigen. Bei sprungfixen Kosten, etwa einer zweiten Maschine oder einer weiteren Stelle, kann es mehrere Gewinnschwellen geben. Der Rechner nimmt konstante Fixkosten an. Rechnen Sie bei Stufen jede Stufe mit ihren eigenen Fixkosten einzeln durch.
Was sind mögliche Fehlerquellen bei der Berechnung?
Häufig sind eine falsche Trennung in fixe und variable Kosten, Brutto- statt Nettobeträge, unterschiedliche Zeiträume bei Fixkosten und Umsatz, ein zu optimistischer Preis oder eine vergessene Provision oder Fracht. Auch die Annahme, dass Preis und Stückkosten bei jeder Menge gleich bleiben, ist eine Vereinfachung. Prüfen Sie Ihre Annahmen mit verschiedenen Werten.
Warum wird die Break-even-Menge aufgerundet?
Weil man nur ganze Stück verkauft: Bei 1.377,41 Einheiten ist die Schwelle erst mit der nächsten ganzen Einheit überschritten. Im Beispiel eines Sonnenstudios mit 5.000 € Fixkosten und 3,63 € Deckungsbeitrag je Besonnung sind das 1.378. Der Break-even-Umsatz wird dagegen nicht gerundet.
Wie kann ich den Break-even-Punkt senken?
Mit einem höheren Preis, niedrigeren Fixkosten oder niedrigeren variablen Kosten. Bei 50 € Preis, 20 € variablen Kosten und 45.000 € Fixkosten liegt die Schwelle bei 1.500 Stück, bei 55 € Preis sinkt sie auf 1.286. Mehr zu verkaufen senkt die Schwelle nicht, sondern erreicht sie früher.
Wie berechne ich den Break-even mit mehreren Produkten?
Verwenden Sie eine durchschnittliche Deckungsbeitragsquote, gewichtet nach dem Umsatzanteil: Kommen 70 % des Umsatzes von einem Produkt mit 60 % Quote und 30 % von einem mit 40 %, ist die mittlere Quote 0,70 · 60 + 0,30 · 40 = 54 %. Tragen Sie sie im Modus „DB-Quote“ ein. Die Schwelle gilt nur, solange der Mix stabil bleibt.
Ersetzt der Rechner Businessplan oder Steuerberatung?
Nein. Der Break-even ist eine Kennzahl der Planung. Er nimmt konstante Preise und Kosten an und sagt nichts über Finanzierung, Liquidität oder Steuern. Er ergänzt Gewinn- und Verlustplanung, Finanzplan und Liquiditätsplan. Bei Entscheidungen wie Kredit, Einstellung oder Investition lassen Sie Ihre Annahmen von einer Steuerberatung oder Gründungsberatung prüfen.